Fränkisch essen

 

Natürlich ist die fränkische Küche die beste in Deutschland. Da gibt es gar keine Frage. Sollte mir jemand widersprechen wollen, der woanders aufgewachsen ist, lasse ich ihm das durchgehen, weil ja für alle Menschen normalerweise Mutters Küche die beste ist.

 

Dabei hat meine Mutter einige Gerichte, über die ich hier schreibe, niemals gekocht. Zum Beispiel Karpfenklößchen. Es war ja kein Angler in der Familie. Wenn ich später als Erwachsener Karpfen im Restaurant gegessen habe, war ich nicht so sehr davon überzeugt. Grätenzuzelei mag ich nicht. War aber sehr erstaunt, meiner Tante zuzusehen, wenn sie vom Karpfen Schwanz und Augen mit verspeiste. Jetzt, im sehr vorgerückten Alter, mache ich allerdings noch Geschmacksversuche mit Karpfeninnereien, wenn die Karpfenschmeckerwochen im Aischgrund stattfinden.

 

Auch Schäufele kannte ich von Kind auf nicht. Mutter machte zu den Klößen ganz normalen Schweinebraten, aber mit einer Soße, die göttlich war. Gut, dass das Rezept in der Familie geblieben ist.

 

Dass ich in Düsseldorf die erste rheinische Bratwurst ausgespuckt habe, habe ich schon mehrfach geschrieben. Hier ist ein guter Ort, es zu wiederholen. Zur Ehrenrettung der hiesigen Freunde möchte ich aber nicht verschweigen, dass sie sich gerade danach drängeln, eingeladen zu werden, wenn ich mal wieder die Majoran-Bewehrten auf den Grill lege.

 

Könnte jetzt ellenlang weiter im Thema schwelgen, lasse es aber vorläufig, bis mir wieder etwas Substantielles einfällt.

 

Heinz Elflein

15.07.2017

 

Nachdem ich, nachdem ich obigen Text geschrieben hatte, noch mal in mich gegangen bin und überlegt habe, ob ich damit jemand unverdient zurücksetze, ist mir natürlich die badische Küche eingefallen. Der gesamte Schwarzwald ist ein kulinarisches Paradies. Dort habe ich ja die Hechtklößchen, die ich zu Karpfenklößchen umfunktioniert habe, kennen gelernt. Inzwischen kommt man ja auch aus dem Elsaß in die Ortenau, wenn man gut essen will. Eine eigene Homepage für Baden zu eröffnen, habei ich allerdings vorerst noch nicht vorgesehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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