Blaue Zipfel

 

 

Die besten blauen Zipfel meines jüngeren Lebens verzehrte ich 1999 im Lindenhof zu Kreuzwertheim, gezaubert durch den jungen Herrn Wiessler. Die Zubereitung des Sudes mag für manchen Dilettanten – auch denen in renommierten Häusern - Maßstab sein, es richtig zu machen. Übrigens, Kreuzwertheim liegt in Unterfranken, schon beinahe in Baden-Württemberg. Zwischenzeitlich (2014) waren wir im Schiff, am Main in Winterhausen, auch Unterfranken. Dort waren die blauen Zipfel noch leckerer. Lag aber am Material, es waren Nürnberger, mit Majoran. Die neuesten Entwicklung hierzu ist vom April 2016. Lars Zwick vom Landgasthof zum Falken in Tauberzell ist nun mein Blaue-Zipfel-König. Ein Mittelfranke, aufgewachsen an der Aisch.

 

Blaue Zipfel Fränkisches Nationalgericht

 

Zutaten für den eigentlichen Wurzelsud

Zutaten für die blauen Zipfel im Sud

2 Zwiebeln

3 Zwiebeln

2 Möhren

1 Möhre

1 Stück Sellerie

 

1 Stange Lauch (grüner Teil)

1 Stange Lauch (weißer Teil)

1 Lorbeerblatt

 

2 Gewürznelken

 

15 Pfefferkörner

 

1 l Wasser

 

1 Tasse Essig (ggf. 1 Tasse Wein und 1/2 Tasse Essig)

 

etwas Zucker Salz

 

 

pro Person 6 Nürnberger Bratwürste

 

frischer, grob geriebener Meerrettich (ggf. scharfer M. aus der Tube/Glas)

 

 

Aus den Zutaten für den Wurzelsud einen Wurzelsud machen. Die geputzten Gemüse in der Flüssigkeit auskochen (etwa eine halbe Stunde), dann die zerkochten, ausgelaugten Gemüsereste mit einem Schaumlöffel aus dem Sud herausnehmen und "wegwerfen" - dran denken, dass "Gemüse-Wegwurf" keine olympische Disziplin ist und somit KEIN Rekord aufgestellt werden muss. Bis in die Mülltonne werfen reicht also! Noch ein wenig abschmecken mit Zucker und Salz. Man hat jetzt eine Flüssigkeit, die fortan "Wurzelsud" heißt. Das kann man auch am Vortag vorbereiten und wenn's dann soweit ist aufkochen! Dann den Wurzelsud nochmal aufkochen und die Gemüse für die eigentlichen "Blauen Zipfel im Wurzelsud" hinein, den Essig und die Bratwürste hinein und etwa 15 min ziehen lassen - nicht kochen, sonst platzen die Würstchen. Das Gemüse soll garen, aber noch etwas Biss haben. Die Würstchen mit dem Gemüse und etwas Sud in einem Suppenteller anrichten. Mit etwas frischem, geriebenem Meerrettich und Bauernbrot servieren.

 

 

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