Rohe Klöße

 

 

 

Wenn jemand so wie ich die ersten eineinhalb Jahrzehnte seines Lebens zwischen Main und Donau zugebracht hat, ist die Sache ja ziemlich klar. Diese Zeit prägt fürs restliche Leben. Die rohen Klöße - die eigentlich roh und gekocht sind - hat schon meine Großmutter gemacht, die aus dem bayerischen Böhmerwald nach Franken kam. Meine Mutter hat sie uns jeden Sonntag gemacht und jetzt machen wir sie uns selbst. Unter Einsatz technischer Hilfsmittel. Da wird keine Kartoffel mehr mit der Hand gerieben, wie es noch mein Vater tat.

 

 

Mutters Fränkische Kartoffelklöße für 2 Personen

 

 

8 große Kartoffeln für rohe Masse und

6 große für gekochte Masse.

 

Pellkartoffel kochen und erkalten lassen, dann durch Sieb drücken.

 

Die rohen Kartoffeln werden gerieben und in einem Säckchen fest ausgedrückt.

 

Die geriebenen rohen Kartoffeln anschließend salzen - mit kochendem Wasser überbrühen - durchkneten - danach die gekochten hineingeben, verkneten, Hände anfeuchten und die Klöße formen.

 

Eine halbe Stunde langsam kochen lassen, bis sie hoch kommen.

 

Dazu gehört natürlich ein Schweinebraten mit Fleischsauce. Die Sauce entsteht, indem man das Fleisch mit viel Zwiebeln anbrät. Es ist das, was viele etwas abwertend eine Wassersauce nennen. Stimmt aber nicht, es ist eine Zwiebel-Fleisch-Sauce. Um Gotteswillen nicht irgendwelchen Pampen in die Sauce geben. Man braucht eine ganze Menge von dem Fleischsaft, um die Klöße darin zu baden. Trocken schmecken sie nicht.

 

Die Kloßpresse hat uns vor Jahren ein Ehepaar aus Thüringen geschenkt. Handgemacht. Man kann sie aber auch kaufen.

 

Auch die rohen Kartoffeln braucht man heute nicht mehr von Hand zu reiben. Jede Küchenmaschine hat heutzutage einen Einsatz dafür.

 

 

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