Öko-Weingut Zang

Naturwein vom Feinsten

Von der Website:

 

Unser Weingut steht für konsequent ökologische Bewirtschaftung der Weinberge. Anschließend kommt es zum natürlichen Ausbau der Weine im eigenen Keller. Weil wir nicht nur im Weinberg auf chemische Spritzmittel und Dergleichen verzichten wollen, sondern auch auf alle sonstigen erlaubten Zusatzstoffe in der Weinbereitung, möchten wir strikte Natürlichkeit schmeckbar machen.

Damit das Potential aus unseren Trauben unverfälscht in Ihr Glas gelangt, geben wir den Weinen die Zeit, die sie zur Entfaltung brauchen. Dies erfolgt über ein langes Hefelager bis in den Mai ohne oder mit nur geringer Schwefelgabe. 

                                                Ende Zitat

 

Wie wir dazu kommen, den Silvaner „Langgraben“ von Rainer Zang zu unserem Frankenwein des Jahres 2019 zu küren, ist leicht erklärt. Es hängt eng damit zusammen, dass ich mich seit längerer Zeit mit Glyphosat beschäftige, mit meinen bescheidenen Möglichkeiten über diese Internet-Seite auch versuche, dagegen anzugehen. Für mich selbst glaubte ich, die Lösung gefunden zu haben, indem ich Listen von Winzern zusammengestellt habe, die keine Herbizide verwenden. Die Liste ist inzwischen ordentlich groß geworden, meine bevorzugten Weine kann ich von dort beziehen.

 

Auf der ständigen Suche nach Biowinzern bin ich vor einiger Zeit auf den Begriff „Naturwein“ gestoßen. Hatte ich doch davor „Bioweine“ und „Naturweine“ in einen Sack gesteckt. Dass es Unterschiede gibt, habe ich jetzt begriffen. Will das gerne erläutern, weil ich unterstelle, dass es anderen Weinfreunden vielleicht auch so geht, wie mir.

 

Also, Naturwein ist immer auch Biowein. Biowein aber nicht unbedingt Naturwein. Soweit mir die Weinpäpste helfen.

 

Wenn man nun liest, was Weinjournalisten kommunizieren, wird es interessant. Siehe

 

Natur-aus-Nordheim

 

Sie würden schmecken wie verdorbener Fruchtsaft. Martin Kössler meint, die meisten Winzer wollten mit Naturwein nichts zu tun haben. Und manche, die es machen, würden im Weinberg nicht das tun, was nötig wäre. Man braucht also sachkundige Hilfe, wenn man Naturweine verkosten möchte. Bin dadurch auf das Ökoweingut Rainer Zang in Nordheim gestoßen und habe mir den oben angegebenen Silvaner besorgt. Wenn man auf der Internet-Seite des Winzers nachschaut, wird man den Begriff „Naturwein“ nicht finden. Bei Martin Kössler ist ein Müller-Thurgau-Naturwein  im Katalog. Der Silvaner ist wie folgt beschrieben:

 

Rainer Zang hat iden eigenen Stil. Sein Silvaner »Langgraben« ist der Beweis. Er stammt aus seiner ältesten und besten Parzelle. Die liegt auf der Grenze zwischen Sommerach und Nordheim, zwischen der legendären Lage »Katzenkopf« und dem »Vögelein«, und liefert einen leisen, langsamen Wein. Der kam als 2016er erst 2019 auf den Markt und braucht den zweiten Schluck, um verstehen zu können, was er mitzuteilen hat. Komplex im Bukett, weiße Schokolade, dunkler Rohzucker, sommerliche Kräuterwürze. Schmeckt trockener als er ist, agiert saftig und weich, wirkt pikant salzig an den Zungenrändern und verteilt sich in persistenter Wirkung im gesamten Mundraum. In der Würze Silvaner, im dichten Mundgefühl eher Burgunder. Mutig eigenständig! Braucht Luft. Dann entfaltet er sich phenolisch herb auf der Zunge. Macht so den biologischen Anbau, der kleine Beeren mit dicker Schale anstrebt, spür-, fühl- und schmeckbar. Kalkig matt und dicht wie Flanell in der Wirkung, samtig und sahnig in der Konsistenz. Wegweisend, dieser Silvaner, auf seine Art einzigartig.“

 

Da brauche ich nichts mehr hinzuzufügen.

 

Wir haben den „zweiten Schluck“ nicht gebraucht. Der Silvaner hat sofort voll eingeschlagen. Eine wunderbarer, mundvoller Silvanergeschmack. Kann mich nicht entsinnen, jemals solch einen Wein im Glas gehabt zu haben und da waren schon viele Tropfen von mehreren renommierten Winzern dabei. Ob er nun in die Kategorie „Naturwein“ fällt oder nicht, ist nebensächlich.

 

Dies ist definitiv unser „Wein des Jahres 2019“.

 

Heinz Elflein

15.01.2020

 

 

 

  

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