Weinlese 2016

 

Der Jahrgang 2016 ist vom Arbeitsaufwand einer die größte Herausforderung, die wir bislang hatten, und somit bereits jetzt von höchstem emotionalen Wert für uns. Erstmals bewirtschafteten wir nach einigen Jahren der Versuche und Tests die komplette Fläche ökologisch, selbst alle Terrassensteillagen. Da wir auf chemische Pflanzenschutzmittel und Herbizide verzichten, sind die Anforderungen extrem. In dem außergewöhlich feucht-warmen Sommer mussten wir trotz unermüdlichen Einsatztes, einen Teil der Ernte schon früh der Natur überlassen. Vor 200 Jahren wäre so ein Jahrgang wahrscheinlich komplett ausgefallen. Aber was in den großen Zeitungen zu lesen war; von der "... Machtlosigkeit für den ökologischen Weinbau..", dass können wir für uns nicht bestätigen. Natürlich haben wir Erträge eingebüßt, allerdings würden wir im Normalfall Trauben entfernen, bzw. halbieren um die Qualität zu steigern, doch so war der Ertrag bereits natürlich reduziert. Im Gegensatz zur maschinellen Lese, wo keine Selektion statt findet, und somit auch bedenkliches Lesegut mit geerntet wird, ist für uns ist die penibele Selektion der Trauben von Hand selbstverständlich und Normalität.

Wo Schatten ist, ist aber immer auch Licht
Somit brachten die früh reduzierten Erträge und das beständig trockene, und warme Wetter zum Herbst hervorragende Qualitäten hervor, die bereits jetzt geprägt sind von beeindruckender Komplexität, Tiefe und Mineralität. Wie schon so häufig, kommen voraussichtlich aus einem früh totgesagten Jahrgang die interessantesten und langlebigsten Weine. Für uns gehört 2016 zu den Top-Jahrgängen.

Wir fühlen uns gerade in einem so schwierigen Jahrgang bestätigt, dass der ökologische Weinbau auch schwersten Bedingungen stand hält, und die Lese von Hand unumgänglich ist.

 

Schrieb Bendedikt Baltes am 18.10.2016

 

 

 

 

 

 

 

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