Gasthof zum Stern in Linden

 

 

 

 

 

Als mich 2015 ein ehemaliger Kollege aus Düsseldorf fragte, wo man denn in Mittelfranken gut und preiswert wohnen und Karpfen essen könne, fiel mir direkt der Stern in Linden ein. Offiziell ist Linden ein eingemeindetes Dorf von Markt Erlbach. Ich bin immer dort vorbei gekommen, wenn ich die großen Verkehrswege zwischen Würzburg und Nürnberg meiden und lieber eine beschauliche Strecke fahren wollte. Oder wenn ich im Aischgrund (Bad Windsheim) selber Karpfen fangen wollte. Denn Linden liegt landschaftlich schön, mitten auf der Frankenhöhe.

 

Der Stern ist schon etliche Generationen im Besitz der Familie Knörr. Von dem einfachen Landgasthaus hat er sich mittlerweile zu einem beachtenswerten Haus mit Komfort entwickelt. Mit modernen Zimmern, Ferienwohnungen und  einem Pool. Wenn im Herbst die Karpfenschmeckerwochen sind, sollte man sicherheitshalber reservieren. Obwohl der Stern im neuen, halbgläsernen Anbau wahrlich reichlich Plätze bietet.

 

Ich erinnere mich noch an ein Gericht aus dem Jahr 2003. Da gab es Karpfenbratwürste. Eine Kreation von Jürgen Knörr. Da hat er kurzerhand die mittelfränkischen Lieblingsgerichte zu einer Wurst zusammengemengt. Also Karpfenfleisch und Schweineschulter mit Majoran.

 

Ob er dies heute noch auf der Karte hat, ist mir unbekannt. Ich habe ihn nicht gefragt. Eigentlich hielt ich es, nachdem ich es probiert hatte, für etwas gewöhnungsbedürftig. Viel lieber würde ich, wenn ich mal wieder hinkomme, Karpfen-Ingraisch versuchen. Milchner, Rogner und Innereien

gebraten.

 

Man sollte sich die Speise-Karten unbedingt ansehen. Sie stehen auf der Internet-Seite des Gasthofes. Wen das nicht animiert, dem ist nicht mehr zu helfen. Das Bild hierunter zeigt den modernen, neuen Anbau. Wer es gemütlicher haben möchte, muss in den Raum mit der Theke gehen.

 

 

Wir waren am 19. September wieder da. Ich nahm Brennesselcremesuppe und gebackenen Karpfen. Marianne konnte dem Grillteller nicht widerstehen, an den sie gute Erinnerung hatte. Mein Versuch, sie doch zu einem Karpfengericht zu überreden, ging ins Leere. Wegen der Furcht vor Gräten. Obwohl der Begriff „Grätenfrei“ durchgängig auf der Karte zu lesen war. Naja, das nächste Ma(h)l.

 

Brennesselcremesuppe

 

Übrigens, wem 39€ für eine Übernachtung zu viel sind, der möge doch schauen, ob er es irgendwo billiger bekommt.

 

Ich freue mich auf den nächsten Besuch im Stern.

 

Heinz Elflein

05.10.2016

 

Als wir am 3.6.2017 wieder kamen, war reservieren nicht erforderlich. Pfingsten war vorbei und die Karpfenschmeckerwochen sind erst im Herbst. Es war sehr warm und so saßen wir unter einem Schirm im Biergarten. Marianne nahm natürlich wieder den Grillteller und ich die Pfannkuchensuppe und danach einen Rehbraten.

 

13.06.2017

 

 

 

 

 

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