Bachforellen an der Tauber

Die letzte Forelle im Mühlbach

Gefangen von Werner Zoubek, zubereitet von Lars Zwick

 

   

   Werner auf der Lauer

 

 

Achtung! Sie betreten den bayrisch besetzten Teil Deutschlands“ steht auf einem Schild an der Holdermühle. Eigentlich müssten diese Schilder auch da stehen, wo man von Franken nach Oberbayern kommt, denke ich mir.

 

Die Holdermühle liegt an der Tauber zwischen Creglingen und Rothenburg. Die Grenze zwischen Baden-Württemberg und Bayern – in dem Fall Regierungsbezirk Mittelfranken – geht mitten durch das Anwesen. Gäste können sich aussuchen, wo sie lieber sitzen. Ich erkenne wohl, das Schild soll witzig sein und grinse pflichtschuldigst. Wo meine Solidarität liegt, weiß jeder, der diese Internetseite aufsucht.

 

 

 

Aber wegen der Holdermühle sind wir nicht hier. Wir sind hier, um Bachforellen zu fangen. Das für uns zugelassene Revier gehört zu Archshofen, da fließt – natürlich – die Tauber. Und der Mühlbach. Jedesmal, wenn mein Cousin Werner und ich da waren, hatten wir so unsere Zweifel, ob des anglerischen Erfolgs. „Schlecht besetzt“, meinte Werner. Ich meinte das auch, nur der Präsident des Sportanglervereins meint das nicht. Werner hat dann trotzdem einige Forellen gefangen, er ist ein Fuchs unter den Anglern. Ich hatte nicht die richtige Methode. 2017 hat es mit der Fliegenangel nicht geklappt.  „Fliege geht hier nicht“, sprach der Herr Fischereikontrolleur. Die Forellen haben sich an seine Anweisung gehalten. Sofern welche da waren. 2019 mit dem Blinker ging es auch nicht, was ja sowieso Dummteufelei war, weil der Blinker in flachen Gewässern überall hängen bleibt. Will aber nicht länger darauf eingehen, sondern von meinen ganz persönlichen Erfolgen berichten, die ab 2020 zu erwarten sind. Sofern Forellen da sind. Warten wir es ab.

 

Werner schreibt mir jetzt:

Ob überhaupt ein Neubesetzen vorgenommen wird, dieser Mühlbach ist definitiv leer. Wenn wir Glück haben, hat sich eine Rote noch irgendwo versteckt, also wir werden danach suchen müssen und können nur hoffen.Eigentlich sehr schade, wäre ein ideales Wasser für Forellen, aber ist vermutlich eine Kostenfrage. 
In Richtung Rothenburg könnten sich vielleicht noch einige rumtreiben, außer die Landjugend war schneller.
Auch die Tauber unterhalb der Holzbrücke ist ohne Forellen. Die kleinen Rotaugen usw. wären zwar gut Nahrung für Zander oder Hecht, aber davon ebenfalls keinerlei Spuren einer Existenz.
Es bleibt uns somit nur noch die Möglichkeit, es intensiv weiter oben zu versuchen, sonst gibt es nächstes Jahr keine Vorspeise in Form einer Forelle.
Einfach nur schade, gutes Gewässer, aber kein Besatz.

 

 

 

Bevor wir Middlfranggn verlassen, kommen wir durch Tauberzell. Dort beziehen wir unsere Zimmer im „Landhaus zum Falken“. Dass dort mit Lars Zwick einen der besten Köche weit und breit das Haus – zusammen mit Frau Beck – führt, ist eine mehr als angenehme Fügung. Wir gehen nur an einem Tag zur Tauber und dem Mühlbach. Herr Zwick bereitet uns die gefangenen Forellen zu. 2017 hatten wir einige, 2019 leider nur eine Einzige. Die wir uns mit 4 Personen teilten. Es war die beste selbst gefangene Rotgepunktete, die ich jemals gegessen habe. Dass Lars Zwick auch „die besten Bratwürste der Welt“ selber macht, haben wir in einem Lifestyle-Magazin gelesen. Wir wusste es aber auch schon vorher.

Obwohl man im Internet viele Protagonisten findet, denen das Prädikat zugesprochen wird. Alles falsch, Lars Zwicks Selbstgemachte sind nicht zu übertreffen.

 

Zum Falken

Bachforellen 2017

Bachforelle 2019

 

 

Dieser Platz ist für meine große Bachforelle 2020 reserviert.

 

Heinz Elflein

02.09.2019

 

Im Übrigen habe ich schon 2016 und 2017 über den Falken berichtet.

Zum-Falken-Tauberzell

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