Windsa - Bad Windsheim

 

Wer auf Bad Windsheim mit dem Pkw zufährt, sieht von Weitem die Silhouette der Rathaustürme. Es wirkt schon etwas erhaben und lässt die vergangene Bedeutung der Stadt ahnen. Es handelt sich immerhin um eine ehemalige freie Reichsstatt. Sie war es von 1248 bis 1803.

 

Aus dem Ortsprospekt:

 

Die ehemals freie Reichsstadt Windsheim

Ein erster urkundlicher Hinweis auf eine Ansiedlung (genannt „Uuinedisheim“ - Kleinwindsheim) stammt aus dem Jahr 741 mit einer Kirche, die dem Heiligen Martin geweiht war. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich die Siedlung zur Stadt, erhielt Ende des 13. Jahrhunderts eine eigene Gerichtsbarkeit und konnte sich fortan zu den wenigen Städten des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation zählen, die sich Reichsstadt nennen durften. In Franken waren dies Dinkelsbühl, Rothenburg, Nürnberg, Schweinfurt, Weißenburg und Windsheim. Die Reichsstädte waren allein direkt dem Kaiser unterstellt und hatten damit gleichsam eine eigene landesherrliche Hoheit.

Dies war der Grundstock für eine Jahrhunderte währende, bedeutende Stellung Bad Windsheims, die der Stadt und den Bürgern Wohlstand gebracht hat und deren vielfältige architektonische Zeugnisse die Besucher der Stadt heute bewundern können.

 

Wikipedia:

 

Aus dem Status der Reichsunmittelbarkeit ergab sich für die Reichsstädte eine Reihe von Freiheiten und Privilegien. Sie waren im Inneren weitgehend autonom und besaßen im Allgemeinen eine eigene niedere und hohe Gerichtsbarkeit. Insbesondere die Hochgerichtsbarkeit stellte sie den Fürsten gleich und unterschied sie von den landständischen Städten, die einem Landesherrn untertan waren. Als Reichsstände hatten die Reichsstädte aber auch besondere Pflichten gegenüber dem Kaiser. So hatten sie ihre Steuern direkt an ihn abzuführen und auf Verlangen Heerfolge zu leisten.

Zu den freien Städten zählten die Bischofsstädte Basel, Straßburg, Speyer, Worms, Mainz, Köln und Regensburg. Sie hatten ihren Status durch kaiserliche oder bischöfliche Privilegien erlangt, die denen der Reichsstädte ähnlich waren. Unterschiede bestanden beispielsweise darin, dass sie dem Kaiser außer auf Kreuzzügen keine Heerfolge leisten und keine Steuern an ihn entrichten mussten.

 

Altstadt von Bad Windsheim

 

Die Bedeutung der Stadt ist Geschichte. Aber man sieht noch eine ganze Menge davon, wenn man die Altstadt betritt.

 

Kommt man ins Gespräch mit irgendwelchen Leuten außerhalb Frankens und erzählt von Bad Windsheim, kommt meist die Antwort „Wo ist das denn?“ Die Erhebung zum „Bad“ hat nicht viel daran geändert. Wobei dahingestellt ist, ob dies beibehalten werden kann. Bezeichnend ist, dass der Bürgermeister (CSU) den größten Umweltverschmutzer, der auch noch direkt neben dem Kurpark stinken lässt, mit der „Bürgermedaille“ auszeichnet.

 

Aber wenden wir uns positiven Dingen zu. Über die Stinkerei habe ich mich an anderer Stelle auf dieser Internet-Seite genug ausgelassen.

 

Sagt man Leuten, die lieber ins Ausland fahren und Bratwurst, Schäufele und Silvaner nicht kennen, BW läge in Mittelfranken, kommt oft der nächste irritierte Blick. Man muss nachhelfen und „bei Nürnberg und Rothenburg“ dazu sagen. Dann klingelt es bei Zuhörern, die im Erdkundeunterricht vorne gesessen haben. Rothenburg findet man allgemein interessant, bezüglich der nordbayerischen Regierungsbezirke kennt man sich nicht aus.

 

Ich finde, es ist ganz gut, dass die Stadt nicht so von Touristenmassen überschwemmt wird und ein gutes Stück Beschaulichkeit behalten hat. In diesen Tagen hat die Stadtverwaltung auf ihrer Internet-Seite den neuesten Imagefilm vorgestellt. 

 

https://stadt.bad-windsheim.de/stadtbw/

und

https://www.youtube.com/watch?v=xVB5P5sj32Q&feature=youtu.be

 

Man sollte ihn sich anschauen. Die neue Technik – Drohnen - ermöglicht hervorragende Luftaufnahmen. Mich haben besonders die Bilder zwischen Weinturmshügel, Golfplatz und Gräfwald angesprochen, weil sie mich stark an meine Kindheit erinnern, die ich in Windsheim (damals noch kein Bad) gelebt habe. Bin dort gern (mit und ohne Eltern) herumgestreift, habe am Gräfweiher die Karpfen beobachtet und vom Oberlandhaus den Blick auf die Landschaft genossen. Den Golfplatz gab es damals noch nicht.

                

Einige Bilder aus dem Film habe ich herauskopiert und stelle sie hier ein. Bedanke mich bei Frau Wax vom Stadtmarketing, die mir die Genehmigung hierfür erteilt hat.

 

Die von Franz-Josef Strauß versprochene Spielbank hat BW nicht bekommen, weil ein gewisser Herr Stoiber diese anderweitig, vorwiegend nach parteipolitischen Gesichtspunkten, etabliert hat. Hat aber gewartet, bis FJS verstorben war. Ich denke, das ist aber nicht schade.

 

Ansonsten brauche ich hier nicht so viel erzählen, man kann sehr viel über den Ort im Internet finden. Wenn jemand statt "Windsa" "Windsi" sagt, stammt er aus Uffna - das sich selbst "Uffni" nennt - und hat fei in Windsa kein Aufenthaltsrecht. Werggli.

 

 

Für Reisende, die sich nicht auskennen, aber auch nicht direkt weiter fahren wollen, wenn sie aus dem Süden unterwegs sind, habe ich nachstehenden Beitrag geschrieben.

 

Kulinarische-Schleichwege

 

 

 

Schöner Brunnen mit Altstadtensemble Bild von Manfred Gößwein

 

 

Zweikirchenblick: Von der Seekapelle zum Rathaus mit Kilianskirche, Freigegeben vom Stadtmarketing

 

 

Rathaus mit Marktplatz

 

 

Malerwinkel mit Seekapelle

Kurpark

                        Blick von Reichels Parkhotel                                                      Blick vom Steg mit Seerosenbrunnen und altem Rathaus

 

 

Für Golfer

Oben Golfplatz mit Golfrestaurant                                                                                                    Weinturmshügel mit Golfplatz

 

freigegeben durch Marketing Bad Windsheim

 

unten Weinturm mit Golfplatz                                                                                                            Golfplatz mit Steigerwaldblick                                                   

Golfrestaurant vom Weinturm aus, Foto: Gößwein

                                          

 

Nachstehend ein Bericht, den ich einer älteren Homepage entnommen habe. Er ist auch schon nostalgisch.

 

Bratwurst und Silvaner-2001.pdf
PDF-Dokument [630.4 KB]

 

 

 

 

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