Behördlicher Luftreinhaltungsbericht

 

 

 

 

Es sieht ja nun wohl so aus, als ob die Emissionen und Imissionen die von Heunisch zu verantworten sind, sich unterhalb der gesetzlich zulässigen Grenze bewegen. Was im Klartext heißt, der Gesetzgeber stellt das Recht auf Verunreinigung der Luft durch Gewerbebetriebe höher als den Anspruch der Menschen, saubere Luft einzuatmen. Daran gilt es zu arbeiten, also die Politik in die Pflicht zu nehmen. Es dürfte aber schwer werden, weil diese eher dazu neigen, es sich mit den Großkopferten, wie man in Bayern sagt, nicht zu verderben. Jüngstes Beispiel ist der Dieselskandal mit seinen unanständigen Begleiterscheinungen. Aber das ist hier nicht das Thema.

Als ich vom Landratsamt in Neustadt/Aisch mit Schreiben vom 06.03.2017 Antwort auf einen Teil der Fragen bekam, die ich gestellt hatte, habe ich das erst ruhen lassen. Es gab keine Ansatzpunkte mehr, weil offenbar alles den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Sofern nicht getrickst worden ist, aber das wollen wir mal nicht unterstellen. Das Thema hat sich aber nicht aus meinen Gedanken entfernt. So habe ich denn noch einmal nachgefragt. Ich wollte wissen, wo sich die Messpunkte befinden. Die zuständige Abteilungsleiterin hat geantwortet:

 

Emissionsmessungen finden wiederkehrend an insgesamt 17 Emissionsquellen statt. Die Messöffnungen befinden sich auf dem Betriebsgelände in den Abluftleitungen auf der Reinseite (nach den Abgasreinigungseinrichtungen) und entsprechen den Anforderungen der DIN EN 15259. Gemessen werden dabei je nach Emissionsquelle Parameter wie Gesamtstaub, Staubinhaltsstoffe, Amine, Formaldehyd, Dioxine und Furane, etc. Die Messungen werden von einer nach § 29b BImSchG bekannt gegebenen Messstelle durchgeführt.

 

Das hat mir aber nicht gereicht. Ich wollte wissen, ob sich darüber hinaus Messpunkte auf dem Gebiet der Stadt Bad Windsheim und Umgebung befinden und habe deswegen am 15.03.2018 mit der zuständigen Abteilungsleiterin telefoniert. Nach Auskunft der sehr freundlichen und kooperativen Dame gibt es diese nicht. Wenn ich sie richtig verstanden habe. Das Gerücht von dem hinter dem Kurpark angebrachten Messpunkt, der dort weit außerhalb angebracht sei, um positive Ergebnisse zu messen, hat sie zurückgewiesen. Ich weiß aber nun, weswegen dieses Gerücht entstanden ist, und komme gleich darauf zurück.

Frau Abteilungsleiter hat auch betont, die Firma Heunisch verhalte sich positiv und tue alles, um die Emissionen zu minimieren. Was natürlich nach dem heutigen Stand der Technik nicht dazu führt, dass es nicht mehr stinkt. Abschließend hat sie mir noch die Zusendung des Berichtes des Bayerischen Landesamtes für Umwelt „Luftgüte in Bad Windsheim“ zugesagt. Dieser war ein paar Minuten später da. Vielen Dank, Frau K.

 

Post vom Landratsamt

Dieser Bericht wurde mir freundlicherweise vom Landratsamt übersandt
LfU_Windsheim-2012.pdf
PDF-Dokument [2.3 MB]

 

Oh Wunder, dachte ich. Wie kommt es, dass der Staatsminister Dr. Marcel Huber behaupten kann, es gäbe eine gute Luftqualität in Bad Windsheim. Während doch jeder weiß, dass es in Windsa stinkt. Weil ich das nun nicht selbst beantworten kann, habe ich das Landesamt für Umwelt befragt. Sie können es in der nachstehenden PDF-Datei nachlesen. In dem Bericht habe ich die Antwort gefunden, was es mit der Messstelle im Kurpark auf sich hatte. Sie war 2012 tatsächlich da. In dem Bericht ist sie abgebildet. Die Gerüchte, die sich nachfolgend gebildet haben, kann ich nun auch nachvollziehen.

 

Post für das Umweltamt

AnLandesamt.pdf
PDF-Dokument [36.8 KB]

 

Wir werden nun sehen, was das Landesamt für Umwelt dazu zu sagen hat.

 

 

Heinz Elflein

16.03.2018

 

Das bayerische Landesamt für Umwelt hat geantwortet. Es gibt keinen Widerspruch zu der Aussage, die Luft in Bad Windsheim sei gut und der Tatsache, dass es ständig stinkt. Weil das was stinkt, nicht gemessen wird oder nicht messbar ist. Das mag paradox klingen. Offenbar sind aber die Stoffe, die wir nicht riechen, gefährlicher als die, die unsere Nasen beleidigen.

 

Weiter: Ob eine Industrieansiedlung mit dem Kurortcharakter einer Kommune in Einklang gebracht werden kann, wird im Anerkennungsverfahren für Kurorte überprüft. Die Kriterien hierfür sind komplex und werden vom Deutschen Heilbäderverband e.V. festgelegt.

Da werde ich mich also dort erkundigen müssen.

 

Hier der Brief des Landesamtes, dessen Veröffentlichung genehmigt ist:

 

 

Antwort-Umweltamt.pdf
PDF-Dokument [185.9 KB]

 

Wir werden sehen, was nun herauskommt. Mein Anschreiben steht hier drunter.

 

Heinz Elflein

29.03.2018

Post für den Heilbäderverband

 

Deutscher Heilbäderverband e.V.
Charlottenstraße 13

 

10969 Berlin

 

 

Luftreinheit in Bad Windsheim

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren

 

kürzlich erhielt ich vom Landratsamt des Kreises Neustadt a.d.Aisch/ Bad Windsheim einen vom Bayerischen Landesamt für Luftreinheit gefertigten Bericht „Luftgüte in Bad Windsheim“ aus dem Jahre 2012. Darin wird die Luftgüte als „gut“ bezeichnet. Nach Auskunft des Landesamtes werden dabei Geruchsbelästigungen nicht betrachtet, weil nicht messbar.

 

Es ist nun aber bekannt, dass wegen der Nähe einer Eisengießerei ständige Geruchsbelästigungen entstehen. Ich habe darüber auf meiner Internet-Seite www.elfleins-frankenschau.de berichtet.

 

In Bad Windsheim macht man sich darüber Sorgen, weil befürchtet wird, die Bezeichnung „Bad“ könne für Windsheim gefährdet sein. Leider sind die Regeln, nach denen Sie bei der Bewertung der Luftreinheit vorgehen, etwas komplex und für den Laien kaum durchschaubar.

 

Ich bitte Sie deshalb, mir mit einfachen Worten mitzuteilen, ob die Sorge der Windsheimer berechtigt ist. Ihre Antwort würde ich gerne auf meiner Internet-Seite veröffentlichen.

 

 

Heinz Elflein

31.03.2018

Bayern ist selbst zuständig

 

An den Heilbäderverband in Berlin zu schreiben, ist überflüssig. Der Bayerische Heilbäderverband e.V. ist nicht Mitglied im Deutschen Heilbäderverband e.V. In Bayern ist das Bayerische Staatsministerium des Inneren zuständig.

 

Damit wird mir nun Einiges klar. Man kann sich da was zusammenreimen. Aber ich will nicht voreilig sein und werde erst mal nachhaken.

 

09.06.2018

                  

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