Lindenhof Kreuzwertheim

 

 

 

 

 

Mittwoch, 25. Juni 2014

 

Lindenhof Kreuzwertheim

 

Als wir vor langen Jahren als Kunde des fürstlichen Weinguts Fürst von Löwenstein in Kleinheubach zu einem romantischen Menü im Jagdhaus des Fürsten, mitten im Spessart eingeladen waren, übernachteten wir in Kreuzwertheim. An das Hotel haben wir keine Erinnerung mehr, wohl aber an den Lindenhof, etwas außerhalb des Ortes gelegen. Dort hat uns das Ambiente und natürlich die Speisekarte animiert. Ziemlich gründlich. Das war die Zeit, als ich schrieb, „die besten jeweils gegessenen blauen Zipfel hat uns 1999 der junge Herr Wiessler zubereitet“.

 

Inzwischen ist „der junge Herr Wiessler“ Chef des Hauses, die Familie mit Frau, Seniorchefin und Seniorchef unterstützen ihn.

 

Wir verließen die Autobahn bei Aschaffenburg, „um den Main entlang zu fahren“, wie ich meiner Frau sagte. Den Lindenhof hatte ich mir als Überraschung ausgedacht, was mir gelungen ist.

„Das kenn ich doch“ meinte Marianne. Für mich war die Überraschung, dass mich der ältere Herr Wiessler sofort erkannte, was mich ganz schön gebauchpinselt hat.

 

Das war die Chance, noch einmal die blauen Zipfel zu essen und den Sud zu schmecken. An diesem Tag wussten wir noch nicht, dass wir am nächsten Tag eine neue Geschmacksprobe machen würden. Wiesslers blaue Zipfel würden noch einmal auf den Prüfstand kommen. Damit komme ich auf die oben angedeuteten „Neuigkeiten“ zu sprechen. Ob es evangelische oder katholische Bratwürste seien, die Herr Wiessler verwertet hat, konnte er mir nicht sagen, das hatte er noch nie gehört. Ich werde das Rätsel an anderer Stelle auf dieser Homepage auflösen, hier würde es nur ablenken. Kann jedoch jetzt schon sagen, es waren katholische.

 

Vor unserer Weiterfahrt ließ ich mir vom Senior noch einmal die Zimmer zeigen. Weil wir keine „normalen“ Doppelzimmer mehr mögen, sondern - nach einem erfüllten Arbeitsleben - gerne etwas mehr Komfort. Der Lindenhof kann das bieten. Zimmer und Suiten sind gepflegte Schmuckstücke. Dann stellte uns der Großvater noch seinen Enkelsohn vor, der uns artig die Hand gab. Er wird nicht gezwungen, Koch zu werden. Könnte mir aber gut vorstellen, dass er seinem erfolgreichen Vater nacheifern wird.

Der Lindenhof hat überhaupt kein Manko. Er ist es auch nicht schuld, dass wir uns fast überhaupt nicht mehr blicken ließen. Das liegt daran, dass wir auf längeren Reisen mit dem Pkw gerne unterwegs in einem gepflegten Haus übernachten. Dafür liegt das Hotel aber zu nahe für uns und wenn wir nach Franken fahren, übernachten wir erst am Zielort. Muss also eine neue Begründung her. Obwohl, drei Tage unter kulinarischer Obhut des Herrn Wiessler müsste eigentlich Anlass genug sein. Wer braucht einen fränkischen Reiseführer? Bin bereit.

 

 

 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Elfleins Frankenschau