Meintzinger

 

 

 

Wenn wir auf dem ungewöhnlichsten aller ungewöhnlichen Wege in das Herz von Franken hinein fahren, sind wir immer mit ganzem Herzen dabei. Einzupacken brauchen wir die Herzen nicht. Fast jedes mal kommen wir dabei durch Frickenhausen und der Blick geht in der Ortsmitte automatisch nach links, wo sich das hochherrschaftlich anmutende Anwesen des Hotel-Weinguts Meintzinger darbietet.

 

Meintzinger ist ein alter Bekannter für uns, wenn auch in einer (fast) vergangenen Generation. Als wir das letzte Mal im alten Jahrtausend einige Tage im Haus übernachteten, hatten wir ein komfortables Zimmer nach Nordwesten mit Blick auf Dächer von Frickenhausen. Auf dem Flur stand ein Seelenverführer ersten Grades, in Form eines Weinkühlschranks. Für das leibliche Wohl sorgte Ehrbars Weinstube, seinerzeit rundum das None-Plus-Ultra fränkischer Gastlichkeit. Wir hatten einige Konzerte in der Residenz von Würzburg gebucht und Anfahrt und Rückweg von und nach Frickenhausen nicht gescheut. Wobei wir allerdings feststellen mussten, dass in Frickenhausen ab dem späten Abend der Hund begraben ist. So ist es wohl heute noch. Nichts, wo man bis zur Sperrstunde noch seinen Frankenwein in weinseliger Gesellschaft schlürfen konnte.

 

So kam es, dass unser Aufenthalt in Frickenhausen in späteren Jahren sich meist auf die Zeit beschränkte, die man braucht, um von dem westlichen Tor in den Ort hinein und durch das östliche Tor wieder hinaus zu fahren. Einmal bin ich auch zu einer Weinbergswanderung hinüber nach Sulzfeld aufgebrochen, die mich allerdings landschaftlich wegen der Monokultur Wein nicht besonders beeindruckt hat.

 

Immerhin machte ich im Oktober 2016 kurz Station im Weingut, um bei einem Besuch in einer Klinik in Mittelfrankens einziger Bäderstadt was feines Flüssiges mitzunehmen. Was mir gelungen ist, von dem vorzüglichen Rieslaner trinken wir noch heute. Begrüßt wurde ich von der jungen Chefin wie ein alter Bekannter. Was zwar nicht ganz falsch ist, sie aber unmöglich wissen konnte.

Wenn mir soviel spontane unverkrampfte Freundlichkeit entgegenkommt, bin ich meistens in Underfranggn.

 

 

 

 

 

 

So ist Meintzinger bei mir wieder in den Focus gerückt. Auch dadurch bedingt, dass ich öfter guten Freunden Auskunft gegeben habe, wo man denn auf dem Weg von oder nach Süddeutschland, sprich Bajuwarien, vernünftig und schön übernachten könne. Da gibt es natürlich etliche Adressen, die ich gerne zusammengestellt habe. Handelt es sich bei den Freunden um Leute, die schon etwas Höherklassiges lieben, ist Meintzinger in den Kreis der Adressen aufgerückt, die ich guten Gewissens empfehlen kann.

 

Wer allerdings die Website von Meintzinger anklickt, sieht reine Internet-Kunst, wenig Informationen. Man muss schon nachhaken, um die Infos, z.B. Zimmerangebote und Preise zu erfahren.

 

Dann erhält man nachstehende Antwort:

„ da in unserem Haus das Angebot mit 30 Zimmern in 5 verschiedenen Gebäuden recht umfangreich ist, haben wir uns dazu entschlossen unsere Zimmer nicht im Detail und explizit benannt auf unserer Webseite zu präsentieren, da dies bei vielen Besuchern mehr Verwirrung zur Folge hat, als dass es nützlich wäre.

Hier unser allgemeines Angebot:

125.-€ Doppelzimmer, nach Verfügbarkeit mit Balkon/Terrasse.
130.-€ Maisonettezimmer, nach Verfügbarkeit mit Balkon/Terrasse oder Juniorsuite
160.-€ Familienzimmer oder schöne geräumige Suiten.

89.-€ (falls verfügbar) Einzelzimmer
Ab 99.-€/ 109.-€/135.-€ Doppelzimmer zur Einzelbelegung.

Die Zimmerpreise verstehen sich pro Nacht und wie gehabt inklusive reichhaltigem Frühstücksbuffet.
Jedes unserer Zimmer ist auf seine Art einzigartig. Individuell eingerichtet und unterscheidet sich in Lage, Größe und Ausstattung. „

 

 

 

 

Die hervorragenden Weinlagen direkt am Main sind Muschelkalkböden. Meintzinger bietet ein breites Sortiment vom Frickenhäuser Fischer und Frickenhäuser Kapellenberg. Denke, wir werden sie alle mal probieren, wenn wir Station machen.

 

Heinz Elflein

27.02.2017

 

 

 

 

 

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