Schwabs Landgasthof

 

 

 

 

 

Silvaner, Schäufele und Mostsuppe

 

27.06.2014

 

Wir wählen Cappuccino vom Reh, Rehnudeln, Pfifferlinge. Das Capuccino ist eine Suppe und führt dazu, dass ich die Augen verdrehe. Wo gibt es so etwas noch. In einem Gasthof, der sich nicht als Gourmet-Tempel versteht, aber mit jedem mithalten kann. Anschließend Besprechung mit dem Chef. Weil ich im September in meiner Eigenschaft als fränkisch-kulinarischer Fremdenführer wiederkomme und außer mir sieben weitere Personen glücklich machen möchte. Wir legen das Spezialmenü fest. Ich sage nur: „Schäufele vom Reh“ und schon läuft mir nachträglich und in Vorfreude das Wasser im Munde zusammen.

 

 

 

 

 

 

 

 

19.09.2014

 

Jo wergli, von Mostsuppe hatte ich noch nie gehört. Kein Grund, sie abzulehnen, als mir Joachim Schwab bei der Besprechung der Speisefolge für unser im September geplantes, kleines Familienfest die Suppe als Menüpunkt 2 vorschlug.

 

Der einzige Grund, warum Marianne und ich nach Schwarzach am Main fahren, ist Schwabs Landgasthof. Marianne immerhin auch wegen Münsterschwarzach.

 

Über die kulinarischen Vorzüge dieses Gasthofs habe ich schon ausführlich geschrieben. 2013 war er einer meiner Jahressieger. 2012 auch. Dieses Mal würden wir hier 3 Tage übernachten. Die Doppelzimmer sind in Ordnung, die Einzelzimmer - wie üblich - etwas klein. Alternative: Doppelzimmer als Einzelzimmer nehmen. Wir leisteten uns das Zimmer „Wiese“ für 135€ pro Übernachtung mit Frühstück. Für Franken ist das ein gehobener Preis. Es entsprach dem Standard, den man woanders als Suite angeboten bekommt.

 

Zimmer "Wiese" im Landgasthof

 

 

Da saßen wir nun in der guten, heimeligen Stube des Landgasthofs, mit dem Vorsatz, uns fränkisch durchzuschlemmern. Für die Vorspeise hatte ich Herrn Schwab gebeten, die aus Oberfranken über die Bezirksgrenze nach Unterfranken mitgebrachten Bachforellenfilets zuzubereiten. Hätte er gerne getan. Es waren nur keine Bachforellen, sondern Bachsaiblinge. Das hatte mir Herr Schwab aber schon bei der Ankunft gesagt. Gut, für den Herrn über Fluss und Wiese aus Waischenfeld, von dem ich klar und deutlich Bachforellen zur Mitnahme erbeten hatte, dass ich ihn telefonisch nicht erreichen konnte.

Geschmeckt haben die Saiblinge schon. Es sei ja wenig Unterschied, meinte Herr Schwab.

 

Wenn man solch eine Speisekarte vor sich hat, wie die in Schwabs Landgasthof, weiß man oft nicht, was man nehmen soll. Vieles, was es bei uns in NRW nicht gibt. Wir entschieden uns für Cappucino vom Reh, Wallerfilet, Ochsenbäckchen und Karthäuserklöße. Das Cappucino ist eine Suppe.

 

Gebackenen Karpfen halten viele für eine Delikatesse. Er gehört zur Leib- und Magenspeise vieler Franken.

 

 

Gerd Petermann mit Karpfen

 

 

Unser großes Festmenü gab es am nächsten Tag:

 

Schwabs
Vorspeisenvariation,
auf der Platte serviert
2012er
Escherndorfer Lump Silvaner trocken "VDP Erste
 Lage",
Rainer Sauer, Escherndorf
Fränkisches
Mostsüpple mit Zimtkrusteln
2012er
Nordheimer Vögelein Scheurebe Kabinett trocken,
Glaser-Himmelstoß, Nordheim
Schäufele
vom Steigerwälder Reh in Spätburgunder geschmortt
Semmelsouffle,
Blaukraut und Wirsing
2012er
Würzburger Pfaffenberg Spätburgunder trocken, Juliusspital,
Würzburg
Vanillepfannküchle
gefüllt mit Krokantsahne 
Zimtzwetschgen,
Walnusseis
2013er
Escherndorfer Lump Silvaner Auslese, Horst Sauer, 
Escherndorf

 

 

 

Hunger und Durst gab es anschließend nicht mehr. Dem Chef hätten wir gerne noch gehuldigt, er hat sich das nicht angetan. Hatte noch zu tun.

 

 

Das muss man unbedingt gesehen haben. Das ZDF und Lafer waren da: <

 

 

https://www.zdf.de/show/stadt-land-lecker/vom-19-august-100.html

 

 

 

 

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