Glyphosat in Franken?

 

Zur Zeit habe ich es als Weintrinker etwas schwer. Auch bei meinen bevorzugten Winzern aus Franken.

 

Weil ich jetzt nachhake, ob mit Herbiziden, wie z.B. Glyphosat, gearbeitet wird. Die Antwort ist leider nicht immer so, wie ich sie mir wünsche. Immerhin hat im letzten Jahr schon ein Winzer geantwortet, dass er Glyphosat „wegen der Steillage“ einsetzen muss.

 

Es macht mich schon etwas betroffen und ich werde die Weine auch vermissen.

 

Namen der Weingüter, die nun aus meiner Lieferantenliste herausfallen, werde ich hier nicht nennen. Aber diejenigen, die ich weiter auf dieser Internet-Seite stehen habe, sind es nicht.

Aber um es klar zu sagen, wenn Winzer meinen, heutzutage noch Herbizide verarbeiten zu müssen, sollen sie es tun. Ich bin aber nicht verpflichtet, bei ihnen zu kaufen. So simpel ist das.

 

Heinz Elflein

22.05.2017

10.11.2019

 

Weil mir nachstehendes Statement so gut gefällt, möchte ich es auch hier bekannt machen.

 

Zitat Martin Kössler, Weinhalle Nürnberg:

 

"Dass es so etwas wie konventionellen Weinbau überhaupt noch gibt, ist nur mit Inkompetenz, Faulheit, Ignoranz und/oder Gier zu erklären."

 

08.01.2020

 

Glyphosat-freie Winzer in Franken

Positiv-Liste Stand 03.01.2020

Ort

Weingut

Internet-Adresse

Tip von

Mein Bericht

Auernhofen

Landbau Krämer

http://www.kraemer-oeko-logisch.de/index.php/startseite.html

Martin

Kössler

Landbau-Krämer-Auernhofen

Hammelburg

Schloss Saaleck

http://www.weingut-schloss-saaleck.de/

BR 3*

 

Hüttenheim

Weinhof am Nussbaum
Linda & Erhard Haßold

http://www.weinhof-am-nussbaum.de/

Magazin Nordbayern

Weinhof-am-Nussbaum-Hüttenheim

Iphofen

Bausewein

http://www.altstadthotel-bausewein.de/

 

 

Iphofen

Weigand

http://www.weingut-weigand.de/

BR 3 März 18

 

Iphofen

Wirsching

http://www.wirsching.de

Internet-Seite

 

Iphofen

Zehntkeller

https://zehntkeller.de/weingut/

Internet-Seite

Zehntkeller-Iphofen

Klingenberg

Bastian Hamdorf

https://www.weingut-bastian-hamdorf.de/

Werner Elflein

Bastian-Hamdorf-Klingenberg

Klingenberg

Benedikt Baltes

http://www.weingut-benedikt-baltes.de/

Werner Elflein

Benedikt-Baltes

Nordheim

Rainer Zang

https://www.oekoweingut-zang.de/

 

Martin Kössler

 

Öko-weingut-zang

Nordheim

Rothe

http://weingut-rothe.de/

Magazin Tiepolo

Natur-aus-Nordheim

Nordheim

Winzerfamilie Erwin Christ

http://www.biowein-christ.de/

Frankenwein Aktuell

Natur-aus-Nordheim

Nordheim/

Dettelbach

Familie Glaser-

Himmelstoß

https://weingut-glaser-himmelstoss.de

Selbstauskunft

Glaser-Himmelstoss-Dettelbach

Prichsenstadt

Wörners Schloss

www.cosmowein.de

Eigene Recherche

Cosmo-aus-Neuses

Retzstadt

Rudolf May

http://www.weingut-may.de/

Restaurant Stadtpalais Wertheim

Rudolf-May-Retzstadt

Rödelsee

Weingut Weltner

http://www.weltnerwein.de/

FAZ

 

Sommerach

Richard Östreicher

www.weingut-richard-oestreicher.de 

Martin Kössler

 

Sulzfeld

Zehnthof Luckert

http://www.weingut-zehnthof.de

Eigene Recherche

Zehnhof-Luckert-Sulzfeld

Theilheim

Deppisch

https://www.deppischwein-gut.de/weingut

Martin Kössler

 

Wiesenbronn

Gerhard Roth

http://www.weingut-roth.de

BR 3

Weingut-Roth-in-Wiesenbronn

Würzburg

Weingut am Stein

http://www.vinothek-am-stein.de

Magazin Tiepolo

 

 

 

 

 

 

 

 

Warum ich nur noch bei Winzern Wein kaufe, die keine Herbizide nutzen

 

Neueste Entwicklungen laut FAZ:

 

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/schlappe-fuer-monsanto-in-usa-glyphosat-kann-krebs-verursachen-15079044.html

 

Während man sich noch darüber streitet, ob Glyphosat weiter zugelassen oder verboten werden soll, ist das Thema für mich gegessen. In Punkto Wein auch getrunken. Ich bin konsequent und kaufe meinen Wein nur noch bei Winzern, bei denen ich sicher sein kann, dass sie keine Herbizide verwenden. Einen kleinen Seitenhieb auf Angela Merkel und ihren Gift-Adlatus, den Ex-Landwirtschaftsminister Schmidt, der von einer großen süddeutschen Zeitung als „Glyphosatminister“ bezeichnet wird, kann ich mir allerdings auch an dieser Stelle nicht verkneifen. Frau Merkel wollte nach der Wahl entscheiden. Damit gab sie zu, dass sie das Thema nicht aus gesundheitlicher Sicht sieht, sondern nur aus machtpolitischer. Allein dafür hätte sie meines Erachtens vom Wähler abgestraft werden müssen. Ich finde es ganz schön kaltschnäuzig, wie die Kanzlerin die Belange ihrer Partei über die Volksgesundheit stellt. Damit zu rechnen, dass der tumbe Wähler ihr das heimzahlt, war allerdings nicht. Im Übrigen hatte sich Frau Merkel längst entschieden. Sie glaubte nur, das den Wählern noch eine Weile vorenthalten zu können. Wobei deutlich wird, dass die Dame das Wahlvolk für etwas unbedarft hält.

 

Man muss doch klar sehen. Das Zeug soll Gras vernichten, damit es das Wachstum der Reben nicht stört. Natürlich nehmen auch die Reben das Gift auf, sie können nicht selektieren. Und damit landet es auch im Wein und letztendlich in den Mägen der Konsumenten. Von wegen „unbedenkliche Dosis“. Wieviel „unbedenkliche Mengen“ von Giften soll der Mensch eigentlich noch tolerieren. Mengen, die von Politikern, Instituten und „Wissenschaftlern“ festgelegt wurden. Sie haben mich nicht gefragt, ob ich damit einverstanden bin. Und ob Gelder geflossen sind, um Meinungen zu machen, kann man sich ausrechnen, wenn es um Milliarden geht, die gewisse Konzerne gerne auf ihrer Haben-Seite haben möchten.

 

Dann höre ich immer wieder das Argument: „In den Steillagen geht es nicht anders“. Es ödet mich an. Es gibt nämlich Winzer, die das widerlegen. Man muss halt etwas mehr mit der Harke arbeiten, was natürlich Geld kostet. Oder das Gras einfach stehen lassen. Oder einfach selber Pflanzen setzen, wie es das Weingut Roth in Wiesenbronn tut. Vermindert natürlich den Ertrag und erhöht wahrscheinlich den Preis. Na und? Muss ich Gift im Essen akzeptieren, weil es ohne teurer wird?

 

Weil ich Laie in dem Thema bin, möchte ich mir nicht anmaßen, den Winzern zu sagen, was sie darüber hinaus tun und lassen sollen, anstatt Glyphosat zu nehmen. Da kann ich eigentlich nur auf ihre Berufskollegen verweisen. Die wissen, wie es geht. Und sie sind in meiner Positiv-Liste zu finden. Die Positiv-Liste ist eine Negativ-Liste und enthält nur Winzer, die kein Glyphosat verwenden. Ein Anspruch auf Vollständigkeit ist nicht gegeben, freue mich aber über jeden Hinweis, dem ich natürlich nachgehen werde.

 

Mit drei Winzern, die (noch?) nicht auf der Positiv-Liste stehen, bin ich – per Email – ins Gespräch gekommen. Was sicher nicht optimal ist, aber ich bin kein Wein-Journalist und hätte jeweils etwas 400 km anzufahren, wenn es von Angesicht zu Angesicht gehen sollte.

Es hat mich jeweils stark berührt. Weil das Bestreben der Winzer zu spüren war, gerne von dem Teufelszeug los zu kommen, man glaubt nur nicht, dass es geht.

 

Zwei von ihnen haben ganz offen zugegeben, Glyphosat zu verwenden. Sie haben mich auch eingeladen, bei Ihnen vorbei zu kommen und mit ihnen zu reden. Fall drei war etwas anders, die momentane Chefin eines sehr berühmten Weinguts in Unterfranken hat zwar den Einsatz von Pestiziden verneint, mich aber im gleichen Atemzug und aus „anderen“ Gründen gebeten, nicht mehr über ihr Weingut zu schreiben. Man arbeite nachhaltig. Was denn sonst, habe ich ihr geantwortet.

 

Ich selbst muss zugeben, die Weine zu vermissen, die ich jetzt nicht mehr kaufe. Das ist eine äußerst emotionale Angelegenheit. Auch weil man zu der Winzerfamilie im Laufe der Jahre eine gewisse persönliche Beziehung aufgebaut hat und die nicht aufs Spiel setzen möchte. Aber da muss ich durch und freue mich über jeden Winzer, der die Kurve kriegt. Sie möchte ich gerne unterstützen. Und meinen ehemaligen Lieblingswinzern, bei denen ich jetzt leider nicht mehr kaufen kann, ist beileibe nicht verboten, auf Bio umzusteigen.

 

Heinz Elflein

06.07.2017

 

Frei nach Shakespeare: to be(o) or not to be(o).

 

Entschuldigen Sie den Kalauer. Aber warum soll man nicht mal über seine eigenen Witze lachen, wenn es bei dem Thema sowieso nur wenig zu lachen gibt.

 

 

Leider muss ich nun etwas Galle in den Wein kippen. Winzer, die glaubhaft versichern, keine Herbizide (mehr) zu verwenden, sagen damit nicht, dass sie alles so handhaben, wie es der qualitätserwartende Kunde so möchte. Kommentar eines Weinfreundes:

 

Was .... im Weinberg macht, weiß ich nicht. Ich habe die Weine vor zwei Jahren auf der ProWein verkostet, und da haben sie mich wenig überzeugt. Alkoholreich und fett, ohne Spiel und Eleganz. Spontanvergoren sind sie auch nicht, auch wenn die Medien das behauptet haben. 

 

10.04.2020

 

   

Aufnahme vom 28.9.2017

   

 

Zu diesem Bild bekam ich auf Nachfrage folgende Antwort:
 

Wir verwenden 3 Geräte der Firma Braun:

Eine Flachschar, eine Rollhacke und eine Stammbürste. Damit können wir diese Ergebnisse erzielen.

wir verwenden kein Glyphosat!

 

 

Glyphosatfreie-Franken-neu.pdf
PDF-Dokument [54.8 KB]

 

 

Von Richard Östreicher aus Sommerach bekam ich auf Anfrage folgende Antwort:

 

Nein, Glyphosat spritzen wir nicht. Das passt nun wirklich nicht zu unserer eigenen Lebensweise, zu unseren Überzeugungen und Ansprüchen an Qualität. Wir achten das Kleinklima; gesunde Böden sind die Grundlage für große Weine. Wenn's nicht anders geht, hacken wir auch mit der Hand das Unkraut, ansonsten mit der Rollhacke. Wir haben komplett natürliche Begrünung in unseren Weinbergen, bewässern nicht künstlich (hohe Erträge interessieren uns nicht. Durchschnittsertrag des Weinguts liegt bei ca. 40 hl/ha). Alle paar Jahre wird jede 2. Gasse gespatet, um den Boden zu belüften, die Querwurzeln zu kappen und das Tiefenwachstum der Wurzeln anzuregen. Im Keller dann natürlich vollständiger Verzicht auf Schönungsmittel, Enzyme, Reinzuchthefen (nur Spontangärung).

 

Gleichzeitig schreibt ein bekannter Weinhändler auf seiner Internet-Seite (Auszug):

 

»Sauber« mit Glyphosaten abgespritzte Weinbergs-Monotonie soweit das Auge blickt. Von Sommerach bis Volkach, mit kleinen Inselchen biologisch-ökologischen Widerstands dazwischen. Dieser Krieg gegen die Natur setzt sich auf der gegenüberliegenden Mainseite auf von jahrelangem systematischen Herbizideinsatz versinterten, toten Böden auf brutal sichtbare Weise fort. Ein frustrierender Anblick, diese einstmals stolzen Steillagen. Dieser traurigen Realität widersetzt sich Richard Östreicher. Als er 1995 den Hof vom Vater übernimmt, ist er noch Teil des Industrie-Wahns im Weinbau. Als Gründungsmitglied von »Frank und Frei«, einer Winzervereinigung, die sich ganz bewußt der fruchtigen Uniformität internationaler Stilistik verschrieben hat, merkt er aber schnell, daß Reinzuchthefen, Aromaenzyme und Kaltvergärung nicht das sind, was seiner Vorstellung von Weinqualität entspricht. Er orientiert sich um, reist nach Frankreich, verkostet viel und beginnt französisches Rebmaterial zu pflanzen. Im Silvaner sieht er bis heute nicht seine Zukunft, obwohl er vom Vater erstklassige alte Silvaner-Parzellen bekam. Der hatte damals schon Pinot Noir gepflanzt und damit Richards Vorliebe für hochwertige Burgundersorten entfacht.

 

Heinz Elflein

 

01.03.2018

 

 

Glyphosat-freie Lage in Iphofen, 28.09.2017

 

 

 

Andi Weigand aus Iphofen, den ich nach der Sendung des BR3 am 22.3.18 angeschrieben hatte,  teilte mir folgendes mit:Wie Sie, so sind auch wir ganz große Gegner von Glyphosat. Das steht für uns außer Frage!
Wir arbeiten darüber hinaus auch Biologisch und sind bei Naturland zertifiziert.
Viele Grüße und viel Erfolg in Ihrem Kampf gegen die Bösen dieser Welt ...“

Da sage ich nur: Danke, Andy.

 

 

Biowinzer außerhalb Frankens

 

Als ich vor etlichen Monaten den Entschluss fasste, keine Weine von konventionellen Winzern mehr zu kaufen, musste ich natürlich sicherstellen, an die richtigen Winzer zu kommen. Das bedeutete ausgiebige Recherchen. Es hat mir unheimlichen Spaß gemacht, die Internetseiten der Winzer zu sichten. Kann nur empfehlen, es mir gleich zu tun. Schauen Sie auf das „grüne Blatt“ hier drunter.

Es sind mehr, als man zunächst glauben mag.

Darüber hinaus habe ich noch sehr wertvolle andere Informationen erhalten, allen voraus eine Zusammenstellung der Demeter-Winzer, sowie eine Zusammenfassung von Biowinzern.

 

https://www.demeter.de/winzer-deutschland

 

https://wirwinzer.de/weine/bio-weine?%20utm_source=bing&utm_medium=cpc&utm_campaign=Kaufanreiz&%20utm_term=biowinzer&utm_content=Biowinzer

 

Bundesland

Ort

Winzer

Homepage

 

 

 

 

Baden/Württ.

79418 Schliengen

Harteneck

http://weingut-harteneck.de

 

 

 

 

 

74357 Bönnigheim

Dautel

http://www.weingut-dautel.de/

 

 

 

 

 

 

79426 Buggingen-Betberg

Philipp Rieger

https://www.weingutrieger.de/

 

 

 

 

 

79423 Heitersheim

Daniel Feuerstein

https://www.weingut-feuerstein.de/

 

 

 

 

 

 

 

Fabian Zähringer

https://weingut-zaehringer.de/

 

88131 Lindau-Schachen

Teresa Teufel

https://www.teresadeufel.de/

 

 

 

 

 

 

79361 Sasbach-Jechtingen

Norbert Helde

http://www.wein-helde.de/

 

 

 

 

 

74074 Heilbronn

Andreas Stutz

https://www.weingut-stutz.de/

 

 

 

 

Rheinland/

Pfalz

67487 St. Martin

Winfried Seeber

https://www.weingut-seeber.de/

 

54349 Trittenheim

F-J Eifel

http://www.fjeifel.de/

 

 

 

 

 

54441 Schoden

Familie Loch

https://www.weinhof-herrenberg.com/

 

 

 

 

 

56801 Reil an der Mosel

Familie Melsheimer

https://melsheimer-riesling.de/

 

 

 

 

 

54484 Maring-Noviand

Timo Dienhart

http://www.roemerkelter.de/

 

 

 

 

 

54536 Kröv

Jan Mathias Klein

https://www.staffelter-hof.de/de/

 

 

 

 

 

55437 Appenheim

54329 Konz-Oberemmel

Hofmann

Willems

www.schiefer-trifft-muschelkalk.de/

 

 

 

 

Nordrhein-Westfalen

53639 Oberdollendorf-Königswinter

 

Kai Thiel

https://www.kay-weine.de/

Glyphosat-freie Winzer in Deutschland
Es werden immer mehr und das ist gut so. Vollständigkeit der Liste ist nicht garantiert.
Bin für weitere Hinweise dankbar
Glyphosat-frei.pdf
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