Zwischen Sommerach und Volkach

Richard Östreicher am Rande der Flurbereinigungskatastrophe

 

 

Zwischen Sommerach und Volkach

(aus einer Beschreibung von Martin Kössler)

 

Kössler beschreibt in seiner Rezension den Winzer Richard Östreicher aus dem Weinort Sommerach, der an der südlichen Mainschleife auf der sogenannten »romantischen Weininsel« liegt und nach eigener Aussage »zu den schönsten und zukunftsfähigsten Dörfern Deutschlands und Europas« gehört. Ein historisch gewachsener Weinort. Die »romantische Weininsel« entpuppt sich allerdings als Flurbereinigungskatastrophe. Hier wurde im Sinne des Wortes »bereinigt«. Reb-Monotonie pur. Kaputt gemachte Böden. Agrarchemiewüste. Keine ökologische Nische, kein Baum, kein Strauch. Statt Romantik »sauber« mit Herbiziden abgespritzte Weinbergs-Monotonie soweit das Auge blickt. Von Sommerach bis Volkach, mit Inseln biologisch-ökologischen Widerstands dazwischen. Dieser Krieg gegen die Natur setzt sich auf der gegenüberliegenden Mainseite auf von jahrelangem systematischen Herbizideinsatz versinterten, toten Böden auf brutal sichtbare Weise fort: Der braune Hang des Escherndorfer Lump. Ein frustrierender Anblick, diese einstmals stolze Steillage. Deprimierend, daß weder Weinschreiber noch Blogger, weder Handel noch Sommeliers Notiz nehmen von den ersichtlich toten Böden, den Erosionsschäden, dem Krieg gegen die Natur. Ihre Blindheit macht die vielbeschworene »Romantik« möglich. All das verkauft im Namen von »Tradition« und »Qualität« .

 

19.04.2020

 

Viel angenehmer liest sich die Weingutbeschreibung:

 

https://www.weinhalle.de/richard-oestreicher.html

 

Östreicher ist mit seiner Qualitätsphilosophie nicht allein an der Mainschleife. Hier auf dieser Seite steht mehr darüber (Zang, Glaser-Himmelstoß, Rothe, Christ)

 

 

 

 

 

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