Die Austrocknung der Aischquelle

Wer oder was ist der Verursacher ?

 

Hätte mir irgendjemand irgendwann gesagt, die Quelle der Aisch sei versiegt, hätte ich ihn gaanz gaanz mitleidig von oben nach unten und zurück betrachtet und ihm gesagt, die Männer mit den weißen Kitteln kommen gleich, Geduld. Nun hat es mir der Vorsitzende meines Fischereivereins mitgeteilt, wusste es aber schon aus dem Internet.

 

Es ist nicht bewiesen, dass reine Klimaauswirkungen ursächlich sind. Es könnte ebenso ein großer Wasserdieb sein, der die Gelegenheit nutzt, Geld zu scheffeln und die Schuld dem Klima zuzuweisen. 

 

Ein Mitbürger schreibt mir Folgendes:

 

"Leider ist diese Unterstützung in der Bevölkerung der umliegenden Orte und Städte bisher nicht sehr groß." 

 

Lesen Sie sich das bitte in aller Ruhe durch. Sie werden mit dem Kopf schütteln. Sie werden nicht glauben, dass sich Politiker und Behörden so verhalten.

Ich glaube jedes Wort.

 

Ein Mitbürger kämpft
Mitbürger.pdf
PDF-Dokument [53.3 KB]

 

https://www.sueddeutsche.de/bayern/klimawandel-quelle-ohne-wasser-1.4753419

 

https://www.br.de/nachrichten/bayern/aischquelle-vertrocknet-runder-tisch-beschliesst-massnahmen,Rn6R3Yr

 

Leserbrief: Natürlich ist es der Klimawandel. Der Gipsabbau kommt überhaupt nicht in Frage, schließlich geht es um Arbeitsplätze und um den Gewinn der Firma Knauf. Wer braucht schon Wasser wenn er Gips hat.

 

Dies spricht alles für sich und es wundert mich überhaupt nicht. Eine große Portion Zivilcourage konnte man dem Middlfranggn nie nachsagen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Auch das Verhalten der Behörden und Politiker ist typisch. Gerade für Bayern und im Landkreis. In Restbayern ist es noch schlimmer, das hilft aber der Umwelt im Rangau nicht.

 

Schauen wir mal genauer hin und fragen uns, warum Behörden und Politiker  die Wasserentnahme nicht sofort unterbunden haben. Das wäre im Übrigen der erste Test gewesen, denn wenn die Quelle in Folge dessen wieder auf wundersame Weise geflossen wäre, hätte man den Zeigefinger auf den Verursacher richten können.

 

Ich kann die Frage aber auch gleich selbst beantworten. Es ist halt so, die Zuständigen haben Angst vor einer klaren Entscheidung. Man zieht nicht gern den Unmut eines vermeintlich Mächtigen auf sich, könnte ja eigene Nachteile mit sich bringen. Das Muster kenne ich, schauen Sie mal hier . Das heißt im Klartext, das Hemd (eigene Interessen) ist auch diesen Leuten näher als der Rock (Eintreten für den Bürger). Abgelegte  Diensteide können abgelegt werden. Warum der Bürger sich das gefallen lässt, wäre die nächste Frage. Auch hierauf habe ich eine Antwort.

 

Er fühlt sich ohnmächtig. Man hat ja eine Wählerstimme. Nur nicht jeden Tag. Unsere Jugend zeigt es uns, indem sie vermehrt auf die Straße geht. Im Aischgrund gibt es tatsächlich eine Bürgerinititative gegen Hubschrauberlärm. Die allerdings äußerst brav und zurückhaltend agiert. 

Einzelkämpfer haben wenig Chancen, wenn sie nicht gleich einen Anwalt einschalten. Da kann nur eine Bürgerinitiative und/oder eine politische Partei helfen.

 

Meine Meinung zu den Ursachen des Quellversiegens: Es ist ein Konglomerat. Wohl das Klima, aber auch das Wirken der Firma Knauf. Schande, man nimmt nicht einem Sterbenden den Schluck Wasser.

 

Kann sein, dass ich in der nächsten Zeit diesen Beitrag aufgrund neuerer Ereignisse erweitere. Sie hören von mir.

 

Den Betroffenen kann ich nur sagen, kämpfen Sie weiter und lassen Sie sich nicht einschüchtern.

 

Gruß von Rhein und Erft zur Aisch und der Rannach. 

 

Heinz Elflein

09.02.2020

 

 

Leserbrief an die Windsheimer Zeitung. Er ist etwas gekürzt erschienen. Hier kann man ihn vollständig lesen.
anWZ-2.pdf
PDF-Dokument [52.8 KB]

Gipssteinbruch der Firma Knauf

Wasserstand des Burgbernheimer Gipssteinbruchs vom 09.02.

Wasserstand vom 16.02.

 

Vergrößert man beide Bilder ist je eine gelbe Markierung in der rechten Bildhälfte zu sehen, an der man den Wasseranstieg sehen kann.

Heute, am 17.02.2020 erreichte mich folgende Nachricht:

 

"Es darf aber nicht sein, dass in unserem Gebiet mit unterdurchschnittlichen Niederschlägen und allgemein niedrigem Grundwasserstand fortlaufend große Wassermengen in oberirdische Gewässer abgepumpt werden. Dass es sich um große Wassermengen handelt, wurde jetzt im Februar offenkundig.

 

Obwohl am Steinbruch rund um die Uhr seit Monaten Wasser abgepumpt wird, stieg jetzt der Wasserspiegel im Steinbruch in einer Woche sehr stark an. Der Grund dafür ist eine große Wasserader (man könnte auch Quelle sagen) welche im Steinbruch freigelegt wurde. Aus einem "Loch" am Fuß der senkrecht abgesprengten Felswand im Nordosten der Steinbruchgrube, strömte in starken Fluss Grundwasser ein.

 

Bitte schauen Sie sich das obere Foto genau an. Suchen sie die gelbe Farbmarkierung an der Felswand im rechten Viertel des Fotos. Dort wurde von Steinbrucharbeitern mit gelber Farbe 50 M und ein Pfeil aufgesprüht. Vergrößern Sie dieses Foto und schauen Sie sich den Wasserstand unterhalb dieser gelben Markierung an. Das war der Wasserstand am Sonntag, 09.02.2020.

 

Das zweite Foto wurde am Samstag, 15.02.2020 aufgenommen. Es zeigt den mittlerweile erheblich angestiegenen Grundwassersee im Steinbruch. Bitte suchen sie auf dem Foto im rechten Drittel die gelbe Markierung an der Felswand und vergleichen Sie dieses Foto mit dem Foto vom Sonntag 09.02.2020. Wenn Sie das Foto etwas vergrößern, werden Sie erkennen, dass in nur 6 Tagen der Wasserstand gewaltig angestiegen ist und jetzt fast die gelbe Markierung erreicht hat.
 
Dabei liefen und laufen die Wasserpumpen unverändert rund um die Uhr. Bis jetzt hat man diesen Grundwassereinbruch nicht unter Kontrolle gebracht. 

 

Diese beiden Fotos wurden im Gipssteinbruch der Fa. Knauf östlich von Burgbernheim, ca. 1 km von der Aischquelle entfernt aufgenommen. Es besteht zumindest der Verdacht, dass durch diesen Steinbruch der Aischquelle das Wasser abgegraben wurde. Der auf den Fotos stark angestiegene Grundwassersee ist der Beweis dafür, dass im Steinbruch eine Wasserader geöffnet wurde und die momentane Pumpenleistung nicht ausreicht, das ausströmende Grundwasser von der Sohle des Steinbruches aus abzupumpen. "

 

So spricht der Fachmann und der Laie wundert sich. Im Steinbruch ist zu viel Wasser, was der Aisch fehlt. Möge doch bitte eine höhere Macht bewirken, dass das Wasser aus dem Steinbruch den richtigen Weg findet und da fließt, wo es hingehört. Schön wärs, aber es zu glauben, traue ich mich nicht.

 

Bevor ich es vergesse: Ich, Heinz Elflein, bin kein Mitglied irgendeiner Partei. Nur ein heimatverbundener Naturfreund.

 

Stand 17.02.2019

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Elfleins Frankenschau