Kulinarischer Landkreis 2021

Kulinarisches Tagebuch Middlfranggn Juli 2021

 

Genau gesagt fand es für uns nur in den Landkreisen AN und NEA statt. Das aber konzentriert. Irgendwie ist es schon etwas merkwürdig. Da fahre ich Jahr für Jahr in ein Gebiet mit sehr hoher kulinarischer Kultur und darf mich der Tatsache freuen, mit den Einheimischen fast ziemlich alleine zu sein. Das finde nicht nur ich für mich eigentlich erfreulich, auch die Einheimischen selber finden das gut, wie es mir bei einem Gespräch mit Hausfrauen in der Warteschlange eines Hausmetzgers in Ipsheim bestätigt wurde.

 

Es ist in der Tat nicht nachzuvollziehen, warum wenig Gäste hier hin finden, die Gegend ist reizvoll, das Wetter meist sonniges Kontinentalklima. Die Preise sehr gemäßigt, man sollte eigentlich garnicht darüber reden. Aber Adria- und Mallorca-Begeisterte fahren halt nicht hierhin und man darf sich die Frage stellen, ob sie die richtigen Gäste wären.

 

Wir hatten unsere Ferienwohnung für die ersten zwei Wochen im Juli gebucht und uns vorgenommen, aus dem Angebot guter Gaststätten täglich ein anderes anzunehmen. Dabei würden wir zu Wiederholungstätern werden, an manchen Lokalen kann man einfach nicht vorbei gehen, ohne sie erneut besucht zu haben. So ganz ohne Neuentdeckung würden wir aber auch nicht zurück fahren.

 

Nachdem wir ein ganzes Jahr auf fränkische Bratwürste oder blaue Zipfel oder Schäufele gewartet haben, standen diese natürlich auch für eigene Vergleiche im Focus. Ich war regelrecht als Bratwursttester unterwegs. Das wird sich so nicht wiederholen. Wir kauften auch bei zwei Metzgern ein, mit einem Ergebnis, das wir eigentlich nicht so erwartet hätten.

 

Sonntag, 04.07.2021

Gasthof zum Storchen

 

Traditionsgemäß beginnen wir im Storchen. Wie schon 40 Jahre vorher. Einen Teil darüber kann man hier nachlesen. Auf der Karte stehen weder Bratwürste noch Schäufele. Der begnadete Bratwurstmacher Herr Götz senior ist offenbar endgültig nicht mehr in der Küche und Metzger Seemann von der Seegasse hat vor einem Vierteljahr seinen Ruhestand begonnen. Aber die Tochter des Hauses, Frau Frank,  Ehefrau des Chefkochs Ulrik Frank, hat Schäufele auch, wenn sie nicht auf der Karte stehen. Obwohl sie persönlich keine mag. Aber sie weiß halt, dass Franken Schäufele erwarten.

 

Es gibt auch die fränkische Pfannkuchensuppe. Das ist ein Süppchen, auf das ich mich das ganze Jahr über freue. Der Abend ist gerettet. Die Brühe muss von der Beinscheibe sein. Schön kräftig. Kleine Leberknödel dürfen auch hinein. Im Laufe der nächsten beiden Wochen nehme ich die Suppe überall, wo sie zu haben ist und mache meine Vergleiche.

 

Der gebürtige Mannheimer Ulrik Frank hat ein paar Minuten Zeit, sich mit mir über die aktuelle Ausrichtung des Restaurants zu unterhalten. An deren Speisekarte ich gerne höhere Ansprüche stellen würde, weil ich aus Erfahrung weiß, dass man es kann. Es ist offenbar ein Kapazitätsproblem, das sich schon längere Jahre hinzieht. Den "Kulinarischen Herbst" , lange Jahre Begleiter der gehobenen Restaurantszene, gibt es leider nicht mehr und ich bin nicht der Einzige, der ihm nachtrauert. Glaube aber, dass es mit etwas Wille an Innovation und Tradition möglich sein sollte, gerade im Storchen eine Art Nachfolger zu kreieren und manches Gericht aus der Zeit aus den Annalen  zu holen. Und wenn es nur eines ist. So eine Art Mini-Herbst, den es auch im Sommer geben dürfte.

 

Die Lamm-Wochen waren auch nicht schlecht. Mein Auto hat seinerzeit - ich schwöre - ohne mein Zutun die Autobahn zwischen Ulm und Würzburg bei Rothenburg verlassen, um vor dem Storchen zu parken, was wir ihm  durchgehen ließen. Über den Wels im Nest aus Heu, gegessen am 20. September 1994, will ich garnicht reden. Könnte auch noch über die Apfelküchle schreiben, will es aber bleiben lassen, damit ich heute noch gut schlafen kann.

 

 

Montag, 5.7.2021

 

Altfränkische Weinstube zu den drei Kronen.

 

Die Weinstube ist das beste Restaurant weit und breit. Die großen Bewertungsportale haben es etliche Zeit nach mir auch schon bemerkt. Da brauche ich mich nicht groß zu wiederholen.

 

Das Menü ähnelt stark dem des Vorjahres. Schmeckt auch wieder supergourmetmäßig.  Schlitzaugen hat Marco Schneider noch nicht. Japaner seien noch keine da gewesen, meint Marco. Da könnte ich ihm gerne mit einer Fußballmannschaft aus Düsseldorf aushelfen. Lerne seine Großmutter, Frau Ingrid Hessel, mit Ehemann kennen. Sie gibt mir endlich die Information, die in der ganzen Stadt sonst niemand weiß oder niemand wissen will. Die auch keinen Vermerk in der Chronik der Stadt und der Windsheimer Zeitung bekommen hat. Den Namen der jungen Frau, die 1958 von einem  Brocken der Windshemia getroffen wurde, der vom Rathaus gefallen war, Else Habermeier, wohnhaft Rothenburger Straße. Von der Familie lebt niemand mehr. Und die Windsheimer Zeitung will offenbar auch heute meinen Leserbrief darüber nicht veröffentlichen. Riecht fast nach Krimi und öffentlicher Vertuschung. Ob ich den Krimi noch schreiben soll, überlege ich gerade. Erscheint dann als Franken-Krimi im ARD.

 

Wenn ich mir die Speisekarte so ansehe, fasse ich den Vorsatz, bei meinem nächsten Besuch wieder ein deutschähnliches Gericht zu bestellen.

 

 

Dienstag 5.7. 2021

 

Fiedler Oberroßbach

 

Restaurant Fiedler Oberroßbach 2020
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Wir nahmen Kremsuppe von Pfifferlingen ,  Rinderfilet mit Pfifferlingen und großem Sommersalat  und Matjesfilet auf grünen Bohnen mit Bratkartoffeln. Ein Lagerbier von Hofmann und Wein von Düll in Ipsheim. Alles wie immer vorzüglich. Fiedler ist wirklich ein gleichbleibendes kulinarisches Hocherlebnis oberhalb der Aisch.

Es würde sich durchaus anbieten, ein paar Tag im Hotel zu bleiben. Es gibt moderne Zimmer und Ferienwohnungen

 

Es war schön, mal wieder von oben auf die Pferde zu schauen und durch die Frankenhöhe gegen die Sonne in den Aischgrund hinunter zu fahren.

 

 

Mittwoch 7.7.2021


 

Gasthaus zur Stadt Bad Windsheim

Markt Erlbach, Ortsteil Haaghof

 

Wir bestellen Rehbraten und drei fränkische Bratwürste. Es ist klar, dass das Reh frisch geschossen und die Bratwürste selbst gemacht sind. Sie zählen zu den besten, die hier in der Frankenhöhe zu bekommen sind. Fein in der Würze mit Salz und Majoran abgestimmt und nicht versalzen, wie es so oft vorkommt, wenn wider alle Vernunft Geschmacksverstärker eingesetzt werden. Sehr gut auch die Pfannkuchensuppe.

 

Am Haaghof, idyllisch im Wald gelegen, fahren wir nie vorbei, wenn wir in der Gegend sind. Im Gegenteil, für ihn fahren wir auch große Umwege. Und wenn wir mit dem Pkw nach München fahren, sorgen wir dafür, hier eine Rast einlegen zu können.

 

 

 

Stern und Haaghof 2020
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Donnerstag und Freitag 8. und 9.7.2021

 

Landhaus zum Falken Tauberzell

 

Ein ganzes Jahr hatten wir wieder darauf gewartet. Blaue Zipfel und frische Bratwürste, die im Falken nur an Donnerstagen und Freitagen selbstgemacht auf den Teller kommen. Aber dieses Jahr war alles anders. Der Ertrag rechtfertige den Aufwand nicht. Corona-Nachwirkungen, meinte Frau Melanie Beck. Meine spontane Reaktion war, dann würde ich sofort abreisen. Nach drei Sekunden machte ich den Entschluss wieder rückgängig. Er würde ja Zwiebelrostbraten geben.

 

Aber Melanie Beck und Lars Zwick hatten das Hotel ziemlich voll. Eine Hochzeit füllte das Haus weiter.

 

So sieht im Falken der Saal aus, wenn geheiratet wird:

 

 

Rinderzunge und Pfannkuchensuppe

 

 

Der Tag, als der Regen kam. Die Tauber bot uns diesen Blick:

 

 

Zum Überlaufen kam der Fluss an diesem Tag nicht. Am nächsten Tag reisten wir ab.

 

Wenn wir das nächste Jahr kommen und Herr Zwick keine blauen Zipfel gemacht hat, gibt es Stress.

 

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Samstag, 10.7.2021

 

. Wir treffen wir uns mit Cousin und Frau im

 

Landhaus Lebert, Windelsbach

 

.Wir kennen das Haus von einem früheren Besuch. Der Hof ist voll.

 

 

Gänseleberterrine hausgemacht mit Apfel-Selleriesalat, Weingelee, Ananas, Pfefferconfit, Brioche,

Zart rosa gebratenes Filet vom fränkischen Rind, Kalbsbries, Kohlrabi, Kartoffel-Zitronenrösti,

 

Leberts Dorfmenü( Rieslingsekt; Blattwerk mit gebratenen Pfifferlingen; rosa gebratenes Roastbeef, hausgemachter Röstzwiebelbutter, Kartoffel-Zitronenrösti, Kohlrabi;gebackene Apfelkrapfen,Vanillesauce, Rhabarberkompott, Nussrahmeis).

 

Es ist diese Art von Gerichten, die ein Feinschmeckerlokal von einer „bürgerlichen“ Gaststätte unterscheidet.

 

Ein rundum gelungener Abend auf der Frankenhöhe. Irgendwo hinter der Autobahn liegt Rothenburg, hinter der B13 Ansbach und hinter der B470 Bad Windsheim.

Die Karpfen schwimmen im Hornauer Weiher, halten sich aber zur Zeit auch teilweise auf der Wiese auf. Sie haben sich inzwischen wieder eingefunden, sofern sie den Zwangsausflug überlebt haben.

 

 

Nachbarhaus

 

 

Sonntag 11.7.2021

 

Schwarzer Adler Ulsenheim

 

Wir sitzen draußen im gemütlichen Hof und ich habe zu akzeptieren, dass es die Bouillabaisse nur zu einer Jahreszeit gibt, in der man nicht draußen sitzen kann. Herr Meyer hat mir erklärt, warum das so ist, aber es übersteigt mein Begriffsvermögen.

 

Pfifferlingsrahmsuppe

 

frische Pfifferlinge im Kräuterrahm mit Semmelknödelauflauf dazu Sommersalate und rosa gebratenen Rehrücken

 

 

Montag 12.07.2021

 

Wildbad Burgbernheim

 

 

Lange Jahre habe ich die Küche im Wildbad nicht beachtet, aber meine Meinung aufgrund positiver Berichte überprüft. Nun wollten wir selbst probieren. Abgesehen davon, dass das Wildbad ein uriger Ort ist. Die Küche ist gut bürgerlich. Die Hotelzimmer sollen akzeptabel sein. Das Schäufele hat mich verführt, hinunter ins Loch zu fahren.

 

 

Es gibt auch fränkische Klößchensuppe (gut), Pfifferlingsrahmsuppe, Vegetarisches, Forelle aus dem Quellwasserbecken, Sauerbraten vom Angusrind und Hirschbraten. Weil ich weiß, dass es in der Gegend Hirsch nur im Gehege gibt, hat mich das abgehalten.

 

Marianne hat sich im Tal auf der Höhe wohl gefühlt, ihr schmeckte der Hering in Sahnesauce, als wäre er direkt aus der Nordsee in den Topf gekommen.

 

„Unser Waldgasthof blickt mit den denkmalgeschützten Gebäuden auf eine über tausendjährige Geschichte zurück. Im 18. Jahrhundert zählte es zu den bedeutendsten Kurbädern Europas. Den Markgrafen von Ansbach diente es als Kur- und Erholungsort. Aus dieser Zeit ist auch das Kurhaus mit den beiden Verbindungsgängen zu den Wildbadstuben sowie zum Markgrafenbau erhalten.“

 

 

Dienstag, 13.07.2021

 

Stern in Linden:

 

Das Lokal ist gut gefüllt. Kein Vergleich zum Vorjahr.

 

Es ist alles irgendwie im Geschmack besser als woanders, die Pfannkuchensuppe hat den Sud in der richtigen Konsistenz, die Bratwürste wetteifern mit dem Haaghof zwei Kilometer weiter um den ersten Platz auf der Frankenhöhe und das Schäufele hat die Kruste mit dem richtigen Knack.

 

Alles in der herrlichen fränkischen Umgebung….

 

 

 

Bevor wir gehen, gehe ich nochmal in den Vorraum und nehme die Konserven mit, die mich reizen. Saure Zipfel, Blutpressack, Wildleberwurst, Steinpilzcremesuppe, Rehschäufelefleisch. Alles Gerichte, die auch am Tisch  schmecken würden. Aber wir sind ja nicht unbegrenzt da

 

Zusatz vom 14.08.2021: Heute haben wir eine Dose Saure Zipfel aufgemacht.  Marianne, die sonst etwas reserviert gegenüber dieser Bratwurstversion war, ist jetzt ein Fan Marke Saure Zipfel vom Stern.

 

Mittwoch, 14.07.2021

 

Grüner Baum Herbolzheim
 

Das familiäre Haus im Osing mit kleinem Hotel und Gästehaus, versucht etwas aus sich zu machen. „Echt fränkisch und regional“. Liest sich gut und das Haus hat seine Gäste.

 

Donnerstag, 15 07.2021

 

Zum Kreuz Virnsberg

 

 

 

 

Bei unfreundlichen Wetter sind wir an diesem Nachmittag die einzigen Gäste, die draußen sitzen und dem vielleicht kommenden Regen trotzen wollen. Er wagt es nicht, droht aber unablässig mit beeindruckenden Wolkengebilden. Drinnen sitzt niemand. Die Wirtin hat eine panische Angst, es könne uns ein Kontrolleur sehen, wenn wir ohne Maske vom Auto auf die Terrasse gehen. Die Speisekarte ist dezimiert, Rehbraten gestrichen. Aber Bratwürste gibt es immer. Als wir gegen 18 Uhr gehen und zurück über die landschaftlich sehr beeindruckende Frankenhöhe in den Aischgrund fahren, schließt die Gaststätte. Aber wir nehmen noch eine Portion von dem leckeren Kuchen mit.

 

aus der Kuchentheke:
Mandarinen-Schmand-Torte   -    Himbeer-Joghurt-Torte
Käsekuchen   -   gedeckter Apfelkuchen
Kirsch-Streusel-Kuchen   -    Käsesahnetorte

 

Freitag, 16.07.2021

Colmberg

 

Burg Colmberg ist jedesmal einer der Höhepunkte, wenn wir Middlfranggn kontaminieren. Die historische Umgebung, die fränkische Landschaft und natürlich die sehr gute Küche mit den Wildgerichten aus dem eigenen Gehege.

 

Die Parkplätze liegen entlang der Burgauffahrt, mit dem Parkplatz für Behinderte  vor dem Burgtor.  Wir haben uns im Burghof unter die Markise gesetzt. An der Burgmauer wäre auch gut gewesen, wenn der Wind nicht doch etwas stören würde.

 

Wir bekamen unser Reh. Gehört hier dazu. Colmberg ohne Rehschmauß zu verlassen, wäre etwas enttäuschend.  Dazu der Spätburgunder von Wirsching. Das ist nun werggli fränggische Spitzenklasse.

 

Irgendwann werden wir auch in der Burg übernachten, wenn die Termingeber Petrus und heilger Veit von Staffelstein es genehmigen. Die Zimmer sind modern,  Aufzug direkt aus dem Burghof. Es ist die richtige Kulisse für Hochzeiten und Burghofkrimis. Finden gerade auch statt.

 

Samstag, 17.07.2021

 

Genusswerk

 

Das Genusswerk ist ein modernes Lokal im Kurpark, direkt zwischen Hotel und Therme. Es macht seinem Namen alle Ehre. Den Namen finde ich gelungen, die Zeiten von Adler, Schwan oder Grüner Baum sind überholt, wenn sie auch kulinarische Geschichte sind.

 

Es sollte unser letzter Restaurantbesuch vor der Heimreise sein und wäre beinahe schief gegangen. Weil ich glaubte, nicht reservieren zu müssen. Als sich meine Glauben änderte, bekamen wir gerade noch die letzten beiden Plätze in der hinteren Ecke vor dem Ausgang.

 

Der Abend hatte aber noch eine äußerst positive Überraschung . Weil ich ständig Bratwurst testen und Unterschiede herausfinden muss, bestellte ich jeweils 3 gebratene und 3 aus dem Sud. Die blauen Zipfel. Und die waren der absolute Hammer. Ich betrachte es aber auch als Entschädigung für den treuen Frankenfahrer, der bei dem Super-Blaue-Zipfel-Macher in Tauberzell,  Lars Zwick, dieses Mal keine bekommen hatte. Also, der Geschmacksrekord ist eingestellt, Herr Zwick. Geschieht Ihnen recht, Lars Zwick. Grins.Jetzt muss ich nur noch heraus bekommen, wer der Koch vom Genusswerk ist.

 

Genusswerk, Erkenbrechtallee 8, Bad Windsheim, Firma Rienecker

https://www.genusswerk-franken.de/restaurant

 

Da muss ich zukünftig noch mehr recherchieren.

 

 

Wo wir nicht gewesen sind

Wo nur an Wochenenden geöffnet ist


 

Nach Lenkersheim zum goldenen Hirschen wären wir auch gerne gegangen.

 

Unser Pech: Es ist nur Fr, Sa, So geöffnet. Wir hatten versäumt, rechtzeitig zu reservieren.  Selber schuld. Und was wir bei YouTube sehen, hat eine elektronische Sperre. Man kann es sich partout nicht einverleiben, was auch niemand behauptet. Die Technik ist halt noch nicht so weit.

 

Ähnlich verhält es sich bei Hufnagel, Grüner Baum, im Ortsteil Walddachsbach von Dietersheim. Hier ist auch nur von Fr bis So geöffnet. Empfohlen wurde uns der Grüne Baum von Herrn Adamek, Arzt und anerkannter Gourmet-Sachverständiger.

 

Ebenso auf unserer Liste steht das Bio-Gasthaus Fetz in Götteldorf. Das ist ein Ortsteil von Dietenhofen. Offen auch nur Fr bis So.

 

Franz Beckenbauer meint dazu: „Na ist denn schon Weihnachten“.

 

Man soll das nicht falsch einordnen. Der Gastronom hat sein eigenen Geschäftsmodell und liegt nicht den Rest der Woche auf der faulen Haut. Was ihm auch unbelassen bliebe. Für den Gast wird es aber anhand der jeweiligen Ruhetage nicht so einfach, seine Besuche zu terminieren. Ich singe eine Lied davon.

 

Heinz Friedrich von Elflein

31.07.2021

 

Der etwas negative Teil kommt am Ende. Wir hatten frische Bratwürste von einem renommierten Metzger in einem Marktflecken auf der Frankenhöhe mit nach Hause genommen. Die erste Portion aus der Pfanne schmeckte versalzen. Überwürzt auch vom Holzkohlegrill. Die Erklärung lieferte uns unser Metzger Michael Löffler: Pulvermuskat und Zitronenglykose. Das ist ein Geschmacksverstärker. Aber was habe ich schon vor fünfzig Jahren aus einem Rezept aus Rothenburg ob der Tauber gelesen: Majoran, Salz, schwarzer Pfeffer, eine Spur Muskat. Und sonst nix. Meint auch der Innungsmeister Meyer aus Nemberch, der heimlichen Hauptstadt Mittelfrankens, wo es auf den Plätzen "Drei im Weggla" gibt. Für Kenner ohne und für Banausen mit Senf.

 

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