Glubberer und Färdder

Die fränggische Welt auf den Kopf gestellt

 

 

 

Als wir vor etlichen Monaten in der Fränkischen Schweiz unterwegs waren, parkten vor einem Wirtshaus einige Motorräder mit Personen, die offensichtlich aus der fränkischen Metropole (nicht Hauptstadt) stammten. Sie unterhielten sich über Fußball und ich konnte heraushören, dass es sich um Anänger des 1.FCN und der SpVgg Fürth handelte.

 

Sie beharkten sich untereinander ganz schön, auch mit nicht ganz so feinen Worten, die aber in Franken Umgangston sind. Die Rivalität war ganz schön deutlich. Muss mir die Worte nochmal zusammensuchen.

 

Der Fußballkenner weiß ja, dass die Glubberer aus Nürnberg Stammgast in der Bundeliga und neun mal Deutscher Meister waren.

 

Die Fürther dagegen, die irgendwann in große finanzielle Schwierigkeiten kamen, mussten sogar ihren Vereinsnamen verkaufen, weil das der Sponsor, der Fürth vor dem Untergang rettete, so wollte. Der Verein heißt nun Spielvereinigung Greuther Fürth. Greuth (eigentlich Vestenbergsgreuth) ist eine Ortschaft im Steigerwald, Mittelfranken, eingemeindet in Höchstadt an der Aisch.

 

Die größten Erfolge in der Vereinsgeschichte sind die drei deutschen Meistertitel in den Jahren 1914, 1926 und 1929 als SpVgg Fürth. In der Saison 2012/13 spielte die SpVgg Greuther Fürth erstmals in der Bundesliga. Der Verein führt die Ewige Tabelle der 2. Bundesliga vor Alemannia Aachen und dem FC St. Pauli an. Die erste Mannschaft trägt ihre Heimspiele im Stadtteil Ronhof aus.

 

Das Angebot des Beitritts der Fußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth -Sponsoring Teefabrik Martin Bauer -kam den Fürthern gelegen. Am 1. Juli 1996 schloss sich schließlich die Leistungsfußballabteilung des TSV Vestenbergsgreuth der SpVgg Fürth an und der Verein erhielt seinen aktuellen Namen SpVgg Greuther Fürth. Das traditionsreiche Vereinswappen der SpVgg wich einem Rundlogo, welches neben dem traditionellen Kleeblatt der Fürther auch den Holzschuh des TSV Vestenbergsgreuth enthielt.

 

Die Ferther konnten sich am letzten Spieltag der 2. Bundesliga 2020/21 zuhause gegen Fortuna Düsseldorf die nötigen Punkte holen, um an Holstein Kiel vorbei zu ziehen, die ihnen den Gefallen taten, zuhause gegen Darmstadt zu verlieren. Und das nach einer Herausstellung und zweimaligem Rückstand.

 

Jetzt ist also der für Franken anormale Zustand eingetreten, dass der Glubb froh sein darf, weiter zweitklassig zu sein, während Ferth in der Bundesliga spielt.

 

Das gibt allerhand Verhohnepiepeleien in der Frankenmetropole.

Und gereizte Reaktionen bei den Glubb-Anhängern.

 

Was die beiden Spaßvögel der „Comödie“ daraus machen, bleibt abzuwarten.

 

https://www.frankenfernsehen.tv/mediathek/video/comoedie-fuerth-startet-open-air-kabarett-im-ronhof/

 

Auch, ob sie es für nötig halten, wieder in Frauenkleidern aufzutreten und wenn möglich, damit noch einen Fußball vor sich her zu treiben. Wenn, dann muss man es hinnehmen, heiraten werden sie nicht.

 

Grüße nach Färrd. Werde die Schreibweise übernehmen.

 

Heinz Elflein

 

24.05.2021

 

Aus "Nordbayern"

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