Re-Zertifizierung Heilbad

Kann man Gerüche messen?

 

 

Um die Antwort vorweg zu nehmen, man braucht dazu die menschliche Nase. Na und? Deswegen ist die Aussage, man könne Geruch nicht messen, nicht korrekt. Will das Verfahren hier an dieser Stelle nicht näher erläutern. Auf den Gestank im Kurgebiet von Bad Windsheim bezogen, haben bereits seit Jahren Besucher, Patienten, Kurgäste und Personal bekundet, dass es nach Müllplatz mit verbrannten Reifen stinkt.

 

Nun schreibt Herr Blank von der Windsheimer Zeitung:

 

"Voraussetzung für die Prüfung (zur Zertifizierung zum Heilbad) durch den Fachausschuss für Kurorte, Erholungsorte und Heilbrunnen ist aber ein Luft-Gutachten.Die Stadtverwaltung hat ein solches in Auftrag gegeben. Die jüngsten dieser Art wurden 2002 und 2014 abgeschlossen. Überprüft wird ein Jahr lang der Anteil von Grobstaub, dessen „schwarzer Anteil“ (vor allem Ruß) sowie Stickstoffdioxid (NO 2 ) in der Luft. Bei der Vorstellung der Ergebnisse im Mai 2015 kam heraus, dass die Luftqualität an den Standorten Kurpark, An der Neuen Weed und Am Bahnhofsplatz die „lufthygienischen Voraussetzungen nur knapp erfüllt“ wurden.“

 

Das heißt, menschliche Nasen werden nicht eingesetzt. Es geht nur um Substanzen in der Luft, die den Verschmutzungsgrad – messbar – nachweisen. Inwieweit das Vorhandensein gewisser Stoffe in der Luft ein Indiz für den Gestank ist, müssen Fachleute sagen. Es ist ein Witz, aber es ist damit zu rechnen, dass das Ergebnis wieder sein wird: „Die Luft von Bad Windsheim ist gut“.

 

Leute, die demnächst wieder durch den Kurpark gehen, wenn sich die Eisengießerei Heunisch gerade ausstinkt, werden den Zeigefinger zur Stirn führen, wenn sie dies hören. Sie werden sich auch Gedanken darüber machen, was in Deutschland alles schief läuft und sich auf den Arm genommen fühlen.

 

Na denn mal auf zur Landesgartenschau 2027. Vielleicht geschehen bis dahin noch Zeichen und Wunder.

 

https://e-paper.nordbayern.de/nn.php?pSetup=nn_live20170111&token=3f28a4a7a19a69ad6117b371167afa20_5fdddc44_cfaf3

 

In dem Artikel ist kein Hinweis auf die Eisengießerei. Man sollte so seine Zweifel haben, ob die örtliche Presse ihre Leser umfassend informieren wird. Denn das Thema Eisengießerei ist bei den Zeitungen im Aischgrund offenbar tabu.

 

An dieser Stelle möchte ich auch zum wiederholten Male kundtun, nicht zu verstehen, dass die Bevölkerung den Gestank toleriert und keine Anstalten unternimmt, etwas dagegen zu tun.

 

Heinz Elflein

19.12.2020

 

 

 

 

 

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