CSU-Politiker

 

Die bekanntesten CSU-Politiker zwischen Aisch und Zenn, Fürth und Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, sind wohl der ehemalige Bundesminister Christian Schmidt und Landrat Helmut Weiß. Ich versuche hier, das Wirken der beiden von unabhängiger Warte zu betrachten. Anlass zur Lobhudelei habe ich nicht gefunden, habe auch kein CSU-Mitglied befragt. Die Zustimmungsrate der Bevölkerung ist hoch. Warum das so ist, wäre einen umfangreichen Beitrag wert, es würde aber das Thema verfehlen.

 

Die Herren geben sich beide sehr volksnah. Was sie sagen und was sie tun, beißt sich allerdings. Im Bereich Umwelt haben sie eindeutige Defizite, was Angesichts der Rolle der CDU/CSU in

Deutschland kein Wunder ist. Sie folgen damit dem Geist von Angela Merkel, deren Mitverschulden an der Klimakatastrophe von politischen Gegnern behauptet wird und sind somit gute Parteisoldaten.

 

Über Christian Schmidt habe ich mich ausführlich auf dieser Internet-Seite ausgelassen.

 

Glyphosat-und-Politiker

 

Der wohl erhoffte Lohn für den Proporz-Politiker ist 2019 eingetroffen.

 

Obwohl Frau Merkel sinngemäß „Du du Böser“ gesagt hat, worauf der konterte „so ist er halt, der Christian Schmidt“. Wer das für eine volksverblödende Posse hält, hat meine Zustimmung. Das Zitat der Süddeutschen Zeitung, die Christian Schmidt als „Glyphosatminister“ bezeichnet hat, wird er nicht mehr los.

 

https://www.nordbayern.de/politik/frankischer-ex-minister-schmidt-sitzt-jetzt-im-bahn-aufsichtsrat-1.8759302

6.9.2017

 

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/deutsche-bahn-kabinett-verzoegert-wechsel-von-christian-schmidt-a-1231193.html

02.10.2018

 

https://de.rt.com/inland/78235-glyphosat-minister-schmidt-wechselt-in-aufsichtsrat-db-groesster-verbraucher-glyphosat/

 

26.10.2018

 

https://de.wikipedia.org/wiki/Christian_Schmidt

 

Christian Schmidt braucht sich somit nicht zu sorgen. Er ist im Übrigen nicht der einzige christliche Politiker, der durch Bezüge der Bundesbahn alimentiert wird. Was die Sachkunde von Aufsichtsräten betrifft, möchte ich mich nicht näher auslassen. Mit Rückblick auf den Bau des neuen Flughafens Berlin habe ich aber dazu eine dezidierte Meinung. Obwohl in Preißn passiert, was in Middlfranggn niemals passieren könnte. Oder doch?

 

https://www.christian-schmidt.de/

 

 

 

Helmut Weiß im Wahlkampf 2020.  "Keep Frankens Mehrregion".

Wer ihm das Plakat mit dem dämlich-englischen Text untergejubelt hat, sollte aus Franken verwiesen werden.

 

 

Über Landrat Helmut Weiß habe ich hier schon einige Zeilen verloren. Nichts Weltbewegendes, sein Einfluss ist ja auf NEA beschränkt. Es reicht aber für mich, um zu sagen, es ginge besser.

Wenn man nicht in die Disziplin der Partei eingebunden wäre.

 

Dazu gehört dann allerdings Gravierendes. Dass es

 

in-windsa-stinkt

 

toleriert er, vermutlich aus der Erkenntnis heraus, sich sonst mit Parteifreunden anlegen zu müssen. Am Versiegen der Aischquelle war für ihn der Klimawandel schuld. Wenn nun CSU-Amtsträger oder größere Parteispender ihre finanziellen Interessen mit Parteipolitik vermengen, hat man es als Landrat nicht leicht, dagegen anzugehen, auch wenn man es wollte. Glaube nicht, dass Herr Weiß es wollen möchte.

 

Um Herrn Weiß Gelegenheit zu geben, auf dieser Internetseite Stellung zu nehmen, habe ich ihm einen kleinen Fragenkatalog geschickt. Er hat es ablehnen lassen zu antworten, weil ich bereits etwas über ihn veröffentlicht habe. Ich habe dafür Verständnis, was soll man sagen, wenn man schlechte Argumente hat.

 

Zitat von Helmut Weiß, aus dem Zusammenhang kopiert:

 

"Mit Streitkultur verbraucht man so viel Energie und unterm Strich kommt nichts raus."

 

Das Bild zeigt die Herren Schmidt und Weiß während der Genussmesse im Kurzentrum Bad Windsheim, umgeben von landwirtschaftlichen Würdenträgerinnen. Herr Schmidt in der Mitte und Herr Weiß auf Abstand rechts draußen. Wie sich das rangmäßig gehört. Entschuldigen Sie den Spott.

Ob an diesem Tag die Eisengießerei nebenan gestunken hat, ist mir nicht bekannt. Eher nicht, weil ja Wochenende war.

 

 

Foto aus „Nordbayern“

Schätze, dass Herr Weiß gemütlich seine Amtszeit aussitzt, die ja auch sehr angenehme Termine hat, eventuell noch einmal gewählt wird und dann verdientermaßen seine Pension im schönen Zenntal genießt, den Stall ausmistet, die Pferde ausführt, wobei ihm niemand reinreden wird und er auch anzügliche Kommentare gewisser Autoren nicht mehr lesen muss. Zum Thema „Stall ausmisten“ fällt mir leider nichts mehr ein.

Auf seiner Homepage stellt sich Herr Weiß so dar, wie man ihn sehen soll.

https://www.helmut-weiss.com/

Man wird mich fragen, was ich gegen CSU-Politiker habe. Im Prinzip überhaupt nichts. Aber sie sitzen nun mal an den politischen Schalthebeln. Weil meine fränkische Mentalität aber eine gehörige Portion Gerechtigkeitssinn beinhaltet, kann ich es absolut nicht leiden, wenn Millionärsinteressen Priorität haben und Umwelt und Menschen darunter leiden müssen. Für das, was sich Herr Christian Schmidt geleistet hat, empfinde ich nur Verachtung. Der im Grunde brave, bäuerliche Helmut Weiß tut mir dagegen beinahe ein bisschen leid.

Wie fühlt man sich, wenn man einer Partei angehört, die schon im Namen behauptet, christlich zu sein, selbst aber dies manchmal überhaupt nicht beherzigt? Kommen Schuldgefühle auf? Packt der Gewissenswurm? Droht der Parteiausschluss? Wohl kaum, die Inhaber der Macht werden sich ja nicht selbst entvölkern. Kann auch sein, dass es dem Amtsträger überhaupt nicht bewusst wird, hat ja den Hals voller Orden und Ehrenzeichen. Wenn ich so nachdenke, sind die wirklichen Christen in den christlichen Parteien, die mir bekannt waren, verstorben. Norbert Blüm, Heiner Geißler. Frau Stamm, Jahrgang 1944, wünsche ich noch ein gesundes, langes Leben, damit sie noch etliche Male in Veitshöchheim erscheinen kann. 

 

Ich unterstelle nun mal, dass Politiker anderer Parteien nicht unbedingt besser sein müssen. Man schaue sich nur die Bad Windsheimer Bürgermeister in der Zeit vor Herrn Kisch an, den ich nicht bewerten kann. Es hat manches Kopfschütteln bei mir hervorgerufen, wenn Windsheimer Bürger mir davon erzählt haben. Das wäre die nächste Story wert, diesmal aus kleinbürgerlichen Kreisen, ich werde sie aber nicht schreiben.

Heinz Elflein

04.02.2021

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