Hohn und Spott für Söder

 

Da hat sich Söder selber neigrittn, dachte ich spontan, als am 11.4. zu hören war, die CDU habe Laschet als Kanzlerkandidat bestimmt. Hohn und Spott werden auf ihn einprasseln, weil er so unbescheiden war, nicht auf seinem vorgeschobenen Standpunkt zu beharren, sein Platz sei in Bayern. Ein Versteckspielchen, das ihm von Tag und Tag weniger Leute geglaubt und Frau Aigner um schlaflose Nächte gebracht hat.

 

Nun, das ist zunächst nicht passiert, die CSU hat sich hinter Söder gestellt und beweist damit Einiges. Aber eines ist klar, die Unterstützung der gesamten Partei hat Söder nicht und deswegen sollte er zurückziehen, wenn er noch einen Funken Einsicht hat. Nun, am 19.04. in der Nacht, hat die CDU klar Laschet nominiert und damit hat es sich nun.

 

Ich habe noch nie aufs Söderla gesetzt. Das hat auch damit zu tun, dass er nicht auf meine Hinweise reagiert hat, als ich ihm mehrfach mitteilte, was in meinem Heimatlandkreis NEA – vor seiner Haustür - nicht in Ordnung ist.

 

Nun bin ich – bewahre Gott – nicht der Nabel der Franken, nur jemand, dem Gallenflüssigkeit abgeht, wenn er mal wieder zur Kenntnis nehmen muss, wie CSU-Leute glauben, sie wären die Herren und die Elite des Freistaats Bayern. Es geht immer zu Lasten der „kleinen Leute“. Und es gibt wertvollere Flüssigkeiten, derer ich mich lieber entledige.

 

Darüber hinaus attestiere ich Söder nicht das intellektuelle Format, Deutschland als Regierungschef zu führen. Da könnte ich es genau so gut selber machen, will ich aber nicht, weil es Bessere und Jüngere gibt.

 

Halte Söder darüber hinaus für einen Opportunisten, der alles tut, um sein frühkindliches Vorbild FJS zu übertreffen. Was er zunächst verschleiert hat. Für machthungrige Möchtegernkanzler scheint es keinen anderen Weg zu geben. Ehrlichkeit, Geradlinigkeit und Verlässlichkeit sind da eher hinderlich. Man muss sich ja gegen genug krumme Hunde(innen) durchsetzen. Wo man die meisten findet, kann jeder für sich definieren, kann aber Hinweise geben.

 

In der Klausurtagung der Fraktionsspitze zur Kanzlerkandidatur sagte Söder am Sonntag in Berlin, wenn die CDU bereit wäre, ihn zu unterstützen, sei auch er bereit. Wenn die CDU es nicht wolle, bliebe ohne Groll eine gute Zusammenarbeit.

 

Er will gerufen werden, was für einen CSUler nachvollziehbar ist.

 

Nachdem sich die CDU aber auf Laschet festgelegt hat, bricht Söder sein Wort.

 

SZ am 13.4.:

 

Und nun? Dass Markus Söder weiter Kanzlerkandidat werden möchte, überrascht zumindest in Bayern kaum. Auch wenn es so aussah, dass das kleine Fenster, durch das ein Kanzlerkandidat Markus Söder hätte schlüpfen können, gleich wieder zuging. So ganz wollte sich die CSU damit noch nicht abfinden. Die CSU stemmt sich gegen eine Entscheidung für Armin Laschet. Ganz so einfach soll es doch nicht sein. Als eine der ersten twittert Landtagspräsidentin Ilse Aigner: "Die @CSU steht selbstverständlich geschlossen hinter @Markus_Soeder und würde ebenso geschlossen für ihn kämpfen! Er wäre ein hervorragender Kanzlerkandidat. Mit ihm hätte die Union beste Chancen, stärkste Kraft in Deutschland zu bleiben & den nächsten Kanzler zu stellen." Für Aigner würde sich an diesem Montag ebenfalls ein Fenster schließen, sie galt als aussichtsreiche Nachfolgerin für den Chefposten in München, sollte Söder nach Berlin wechseln.

 

Ob es Frau Aigner wirklich hilft, bezweifle ich. Durch Busenbleckn gewinnt man kein politisches Profil.

 

ARD:

Armin Laschet und Markus Söder haben die K-Frage beide vergeigt, darin ist sich die Runde um Moderator Plasberg einig. Aber wie wollen sie da jetzt wieder rauskommen?

 

Söder wirft gerne anderen Politikern Wortbruch vor und er selbst muss es auch ertragen. Googelt man dazu, wird man sich wundern, was da alles auftaucht.

 

Ist Söder somit wortbrüchig geworden, könnte man das sagen?:

Söder (ganz verwundert) : Nein

 

 

https://downloadzdf-a.akamaihd.net/mp4/zdf/21/04/210412_sendung_hjo/3/210412_sendung_hjo_3328k_p15v15.mp4

 

Wir werden sehen, wie das nun weitergeht und ob ich zu meinem Pläsier weiteren Hohn und Spott hinzu fügen kann.

 

Söder wird keinen Schaden davontragen, wenn die CDU – oder noch besser – der deutsche Wähler ihn nicht haben will. Vielleicht hat er dann Zeit für etwas Kartenspiel: „Nembercher Dreeg nauf und nunter“.

 

Dreeg wird er auch außerhalb des Kartlns genug in Bayern finden. Kann ihm gern dabei behilflich sein. Wie wärs z.B. mit dem Gemüse-Garten von Glyphosatus-Christianus aus Ferth in Franggn (vulgo Fürth in Bayern)? Da hat er es ja nicht so weit.

 

Heinz Elflein

13.04.2021

 

 

 

https://www.focus.de/politik/deutschland/kanzlerkandidaten-kuer-nicht-rezo-hat-die-cdu-zerstoert-das-hat-erst-laschet-geschafft_id_13215863.html

 

 

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