Underfranggn

 

 

 

iIn Hüttenheim, Bild von Gaby Regele                                                   eigenes Foto

 

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Underfranggn

 

Der Unterfranke geht das Leben nach meinen ganz persönlichen Erfahrungen etwas lockerer an, als sein fränkischer Landsmann aus Middlfranggn. Immerhin muss der ja auch die fränkische Lebensart gegen die oberbayerische verteidigen. Daran wird es aber nicht unbedingt liegen, aber vielleicht gibt der Main den Unterfranken die gewisse Leichtigkeit, die manchmal etwas an die rheinische erinnert.

 

Wenn man von Frankfurt kommend Richtung Würzburg nach Bayern hereinkommt, ist man zunächst in Unterfranken. Obwohl der weißblaue Grenzpfahl an der Autobahn steht. Der erste größere Ort im Regierungsbezirk Unterfranken ist Aschaffenburg. Von da ab bleibe ich nicht mehr so gerne auf der Autobahn, sondern fahre lieber rechts ab, um am Main entlang zu fahren. Klingenberg, Miltenberg, Wertheim (das aber schon wieder Baden-Württemberg ist). Dann weiter den Main entlang, wie es einem Spaß macht, doch nicht zu lange, weil der nun anfängt, nach Norden auszuwandern um das Mainviereck abzuschließen und das Dreieck zu bilden. Für Ausflügler, die viel Zeit haben, gut. Aber wenn wir nach Würzburg wollen, geht es über die Bundesstraße oder Autobahn schneller. Wenn endlich die Dauerbaustellen abgeschlossen sind. In Würzburg treffen wir den Main wieder und es ist sehr interessant und beschaulich, ihm zu folgen und sich die mittelalterlichen Weinorte (Sommerhausen, Frickenhausen, Sulzfeld, Volkach) anzusehen.

 

Unterfranken ist vor allem Weinland. Das können sie hervorragend. Mit den fränkischen Bratwürsten haben sie nicht die Erfolge, wie man sie von Mittelfranken kennt. Das liegt am Majoran, der wenn überhaupt, nur spärlich verwendet wird. Kann ich nur sagen, selber schuld. Warum man die katholische Kirche dafür verantwortlich macht, muss ich noch herausbekommen. Quelle: Brauerei Düll in Gnodstadt. Bier braut man auch, aber da nehme ich lieber Oberfränkisches.

 

Verlasse ich die Autobahn bei Würzburg, macht es "Klick" in meinem Hinterkopf und ich kann nicht mehr Hochdeutsch reden.

Dann komme ich bei Randersacker auf die B13. Linksabbiegen geht Richtung München, aber so weit will ich eigentlich nicht. Höchstens zuerst einmal nach Sommerhausen. Biege ich rechts ab, geht es zurück Richtung Würzburg. Man sollte aber Randersacker nicht versäumen. Nicht nur wegen dem guten Wein, wir übernachten gerne im "Bären", obwohl man da mit der Mistgabel um einen Parkplatz kämpfen muss.

 

Die Einwohner von Randersacker besitzen eine Gemeinschaftsbadewanne. Das Gerücht, dass dort einmal  im Jahr die noch verbliebenen Jungfrauen baden, stimmt nicht. Es soll sich um Touristen handeln.

Wenn das Balthasar Neumann gewusst hätte.

 

 

 

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