Castell

 
Von Castell war mir bekannt, dass von dort eines der ältesten deutschen Adelsgeschlechter stammt. Da fällt mir auch sofort die Schlacht am Cyriakusberg in Sulzfeld ein (1266), wo sich drei junge Grafen „zuviel frech und begierig“ auf die Würzburger stürzten. Am Ende „blieben über 500 erschlagene Henneberger und Casteller auf dem Schlachtfeld“, darunter zwei von den drei Casteller Grafen.
 
Die Ortschaft sieht man schon von weitem, weil sie auf einem Berg liegt.
Die Fürsten von Castell leben noch heute auf dem Schloss. Bekannt ist das Weingut, direkt neben dem Schloss. Im ehemaligen Pferdestall, dem „Weinstall“ kann man einkehren.
 
Dass es daneben noch ein Restaurant mit sehr guter Küche gibt, weiß ich erst, seit ich den bereits mehrfach erwähnten Führer konsultiert hatte. Der Hotel-Gasthof „Zum Schwan“ ist auf den ersten Blick etwas unscheinbar. Er liegt unten im Ort an der Durchgangsstraße, wo ich sicher schon etliche Male in den letzten Jahrzehnten vorbei gefahren bin, ohne ihn zur Kenntnis zu nehmen.
 
Der Schwan wurde vier Generation von der Familie Lösch bewirtschaftet. Tritt man ein, sieht man zuerst ein ganz normales, altes, fränkisches Wirtshaus. Dahinter erst öffnet sich der Raum mit dem Restaurant im Landhausstil aus den 60er Jahren. Heidrun Kaufmann und Markus Lösch haben ab April 2017 die Iphöfer Kammer übernommen. Der bisherige zweite Mann am Herd, Christian Kress, ist nun Chef im Schwan. Interessant dabei ist, dass er damit in guter Familientradition steht. Denn die Familie war vor 111 Jahren schon mal Besitzer des Schwan.
 
Wir sind Herrn Siebenhaar ausgesprochen dankbar, dass er uns diese Adresse verraten hat. Und noch einiges mehr für den kulinarischen Jäger: Metzger Bausewein Prichsenstadt, Bio-Kalb aus Bindlach bei Bayreuth, Laimbachhof in Oberlaimbach (Scheinfeld).

 

Gasthof zum Schwan
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